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Mönchengladbach: Das Frühstück füllt nicht nur den Magen

Mönchengladbach : Das Frühstück füllt nicht nur den Magen

In der Förderschule Nord wird gesunde Ernährung mit persönlicher Unterstützung verbunden. Möglich ist das dank des Engagements von Rhenus Lub. Das Unternehmen investiert schon seit 2002 in soziale Projekte.

Das kleine Mädchen stürmt auf Sabine Rother zu und umarmt sie. Die Erstklässlerin freut sich sichtlich über die Begegnung. Sabine Rother betreut in der Förderschule Nord den Bereich Gesunde Ernährung. Sie sorgt für ein Frühstücksangebot, einen Pausensnack und ist auch beim Mittagessen dabei. "Sie ist für unsere Schülerinnen und Schüler eine verlässliche Ansprechpartnerin", sagt Lutz Wormuth, der stellvertretende Schulleiter. "Sie fragen schon morgens, wenn sie vor der Tür warten, nach ihr."

Wenn sich die Tür dann öffnet, steht ab halb acht im frisch renovierten Schülercafé ein Frühstück bereit. "Die Schule hat ein großes Einzugsgebiet", sagt Schulleiterin Barbara Junker. "Unsere Schüler müssen teilweise sehr früh los." Sie kommen aus Rheindahlen, aus der Stadtmitte, die älteren auch aus Lürrip oder Neuwerk. Da ist es gut, wenn in der Schule ein heißes Getränk oder eine Schüssel Müsli wartet. Für die erste große Pause bereitet Sabine Rother mit einer kleinen Schülergruppe dann belegte Brote, Brötchen oder Baguettes vor. Die beteiligten Schüler lernen gleich noch etwas über gesunde Ernährung, können aber auch von ihren Sorgen und Nöten erzählen. "In so kleinem Rahmen kann man natürlich auch gut miteinander reden", sagt die Betreuerin.

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Dass es dieses Angebot in der Förderschule Nord gibt, ist dem Engagement des Mönchengladbacher Familienunternehmens Rhenus Lub zu verdanken. "Wir möchten etwas für die Kinder in dieser Stadt tun", erklärt Max Reiners, Inhaber des Schmierstoffherstellers Rhenus Lub. Schon 2002 hat das Unternehmen aufgehört, Weihnachtskarten an Kunden zu verschicken und das Geld stattdessen in soziale Projekte investiert. Die Kunden, die über die Spenden informiert werden, zeigen sich begeistert.

Seit 2012 werden Projekte zum Gesunden Essen unterstützt, erst in der Anne-Frank-Förderschule, seit letztem Jahr im neu entstandenen Förderzentrum Nord. "Uns ist die Kombination von gesundem Essen und dem Vorhandensein einer verlässlichen Ansprechpartnerin jenseits des normalen Schulbetriebs wichtig", erläutert Reiners den Ansatz des Projekts.

Auch die Stadt hat dazu beigetragen: Das Schülercafé wurde frisch saniert, der ehemalige Putzraum in eine kleine Küche umgewandelt. "Als Stadt sind wir beteiligt, aber für uns ist das auch Pflicht", sagt Schuldezernent Gert Fischer. "Die Kür können wir uns nicht leisten, deshalb ist bürgerschaftliches Engagement wie das von Rhenus Lub so wichtig." Nur so könne der Zusammenhalt der Gesellschaft gewährleistet werden.

Die Förderschule Nord im Teilstandort Heidegrund wird derzeit von 110 Schülern besucht, die sich auf die Klassen 1 bis 10 verteilen. Das Thema Ernährung spielt auch bei den älteren weiter eine große Rolle: Sie Schule hat eine Schülerfirma gegründet, die Catering anbietet.

(arie)