1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Mettmann: Viel Beifall für den romantischen Liederabend in der Kulturvilla

Mettmann : Viel Beifall für den romantischen Liederabend in der Kulturvilla

Bereits am 5. März sollte dieser Liederabend in der Kulturvilla stattfinden, musste aber wegen Erkrankung einiger Sänger verschoben werden und konnte nun im Wonnemonat Mai nachgeholt werden: Bonjour, mein Herz oder: Ein Jüngling liebt ein Mädchen. Ein Strauß bezaubernder Liebeslieder von Mozart bis Gustav Mahler war unter einen Hut zu bringen, und das gelang durch die faszinierende Regie von Sabine Dissel aus Hamburg, die den Spagat geschafft hat, aus den 19 Kunstliedern unterschiedlicher Komponisten nach Texten von Goethe bis Heinrich Heine eine Art Singspiel zu zaubern. Schon am Nachmittag beim gut besuchten Kinderprogramm gestaltete Helena Günther mit ihrem klangschönen Sopran und Cornelia Orendis warmem Alt das bekannte Volkslied: ,Wenn ich ein Vöglein wär' einfach anrührend.

Aber nun zum roten Faden: Zwei Schwestern, die sich herzlich zugetan sind, lieben - ohne es zu wissen - denselben Mann und da gerät manches aus den Fugen: Sami Luttinen, der formidable Bass der Düsseldorfer Oper, ist als Bürger Mettmanns der Kulturvilla eng verbunden. Er hatte den Part des Liebhabers übernommen - drängte, schmeichelte, liebkoste, - eben das volle Programm. Der fabelhafte Tenor Cornel Frey, ebenfalls von der Oper Düsseldorf, spielte den Chancenlosen, den keines der Mädchen wollte und Helena Günther schnappte sich aus lauter Frust den begleitenden Pianisten. Eine köstliche Regieanweisung.

"Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide"- da konnte der alte Goethe schon ein Lied von singen. Und die vier Sänger/innen gestalteten ihre Parts mit toller Stimme und Schauspielkunst.

Nach der Pause erklang der Liebesliederwalzer von Johannes Brahms, thematisch eine Fortsetzung des ersten Teils, denn auch hier ging es um die Liebe: "Wäre lang ein Mönch geworden, wären nicht die Frauen" - ein herrlicher Vortrag von Sami Luttinen und Cornel Frey. Das bezaubernde Lied: "Wenn ich ein kleiner Vogel wär'", mit seinen hüpfenden staccati gelang Helena Günther und Cornelia Orendi einfach hinreißend schön.

  • Isaak Kang fällt nach der Partie
    Fußball : VfB 03 Hilden ist bereits gut unterwegs
  • FCW-Trainer Goran Tomic hofft auf einen
    Fußball : 1. FC Wülfrath ist gegen SpVg. Schonnebeck ohne Chance
  • Das Hochwasser hat viele Autos mitgerissen
    Umweltschäden nach der Flut : „Man kann die Verschmutzung sehen und riechen“

Ein solches Programm gedeiht nur mit verlässlichen Partnern und diese hießen Wolfgang Wiechert und Volker Kolmetz und begleiteten auf dem Flügel auf's I-Tüpfelchen akkurat und einfühlsam. Die Sänger kennen Wolfgang Wiechert als Studienleiter der Oper und auch Volker Kolmetz war in Schul- und Hochschuldiensten - beide Meister ihres Fachs.

(RP)