Dormagen: Silbersee-Areal ist im neuen Regionalplan "gesetzt"

Dormagen: Silbersee-Areal ist im neuen Regionalplan "gesetzt"

Sieben Jahre hat die Erstellung des Regionalplans gedauert. Das Ergebnis liegt seit gestern vor und sorgt im Dormagener Rathaus für gute Stimmung. "Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden", sagt Gregor Nachtwey, Leiter des Planungsbereiches. Denn vieles von dem, was sich die Stadt gewünscht hat, wurde nach vielen Gesprächen letztlich auch im Regionalplan festgeschrieben. So wird vom Regionalrat, dessen Vorsitzender Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ist, die Entwicklung des Silbersee-Areals als gesetzt angesehen.

Ein weiterer wichtiger Baustein war der Flächentausch im Autobahnbereich von Hackenbroich, der quasi flächenneutral gestaltete werden konnte. Ein zentrales Thema, auf das die Stadt immer hingewiesen hatte, ist die Möglichkeit der gewerblichen Nutzung von Freiflächen im Gewerbegebiet Top West. Dort waren bisher in Teilen Grünzüge ausgewiesen. Jetzt kann dort die Erweiterung angegangen werden. Der Planungsexperte wertete es auch als Erfolg, dass die eher großzügigen Flächenzuschnitte an den Siedlungsrändern auf Intervention für Dormagen so präzisiert wurden, "dass sie exakt das darstellen, was vorhanden bzw. geplant ist".

Weniger erfreulich ist die Festlegung der sogenannten Dichtewerte im Regionalplan, die nicht mit der Realität in Dormagen übereinstimmen, so Nachtwey. Danach werden 35 Wohneinheiten je Hektar zu Grunde gelegt, wobei man in Dormagen eher von 22 bis 23 Wohneinheiten ausgeht. Im Ergebnis ergeben sich aus dieser Festlegung weniger Wohnflächen.

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Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein begrüßt den beschlossenen Regionalplan. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", sagt Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz, der seit Januar 2016 die Wirtschaft als beratendes Mitglied im Regionalrat vertritt. Für den Rhein-Kreis Neuss hält der Regionalplan 545 Hektar gewerbliche Reserveflächen vor - davon liegen inklusive der Reserveflächen 94 Hektar in Dormagen. "Das sind nicht immer neue Flächen. In dieser Zahl sind auch innerstädtische Flächen enthalten, die noch nicht bebaut sind", erläutert Steinmetz.

(schum)