Sri Lanka: Touristen wegen Buddha-Fotos verurteilt

Sri Lanka: Touristen wegen Buddha-Fotos verurteilt

Wegen anstößiger Buddha-Fotos sind drei französische Touristen in Sri Lanka zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Wie der britische Sender BBC berichtet, hatten die beiden Frauen und ein Mann in einem Tempel neben Buddha-Statuen für Urlaubsbilder posiert und dabei auch einen Kuss auf eine der Figuren angedeutet.

Als sie die Aufnahmen in einem Fotogeschäft in der Stadt Galle ausdrucken lassen wollten, verständigte dessen Besitzer die Polizei. Ein Gericht verurteilte die drei demnach zu je sechs Monaten Haft mit harter Arbeit. Die Strafe wurde für fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zudem verhängte der Richter eine kleine Geldstrafe. Grund der Sanktion war laut BBC ein Paragraf im Strafgesetzbuch des Landes, der die Verletzung religiöser Gefühle unter Strafe stellt. Rund 70 Prozent der Singhalesen folgen dem Theravada-Buddhismus.

Vergangenen Monat wurden in Sri Lanka laut dem Bericht fünf Araber festgenommen, nachdem sie "den Buddhismus beleidigende Schriften" verteilt hatten. 2010 seien zwei muslimische Händler zu Bewährungsstrafen verurteilt worden, weil sie Schlüsselanhänger mit Buddha-Bildern verkauften. Dem US-Popmusiker Akon wurde im gleichen Jahr die Einreise verwehrt. In einem seiner Video-Clips ist eine spärlich bekleidete Tänzerin vor einer Buddha-Statue zu sehen; dies führte zu Protesten in Sri Lanka.

(KNA)
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