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Trotz Bankenkrise: Deutsche sparen im Urlaub nicht

Trotz Bankenkrise : Deutsche sparen im Urlaub nicht

Sport, Kultur und Party - und das alles trotz Krise. Die große Mehrheit der Bundesbürger will sich in den Sommerferien etwas gönnen und in die Ferne reisen. Aber auch der Urlaub vor der Haustür steht hoch im Kurs.

Die meisten Bundesbürger wollen ihren Urlaub trotz Krise in der Ferne verbringen. 61 Prozent fahren auch mal weiter weg, nur jeder Dritte schränkt sich in seinen Urlaubsplänen ein. Das ergab eine repräsentative Umfrage zum Start der Reisesaison, für die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur mehr als 1000 Menschen befragte. Vor allem für Jüngere spielt die Krise bei ihren Reiseplänen keine Rolle: Fast drei Viertel der 18- bis 24-Jährigen gehen gleichwohl auf weite Urlaubsreisen.

62 Prozent der Befragten wollen der Umfrage zufolge im Urlaub neue Städte und Kulturen kennenlernen. Für 36 Prozent spielt das in einem gelungenen Urlaub hingegen keine Rolle. Besonders aufgeschlossen sind junge Menschen: Bei den 18- bis 34-Jährigen wollen 67 Prozent etwas Neues kennenlernen, bei den über 55-Jährigen rund 58 Prozent.

Strandurlaub besonders beliebt

Sommer, Strand und Party gehören für 28 Prozent der Befragten zu einem perfekten Urlaub. Bei den jungen Deutschen zwischen 18 und 24 Jahren wollen 47 Prozent in ihrer freien Zeit vor allem am Strand liegen und feiern, bei den 25- bis 35-Jährigen sind es 39 Prozent. Unter allen Befragten verbringen allerdings mehr als zwei Drittel ihre Zeit im Urlaub lieber anders.

In Berlin, wo am Mittwoch die Ferien begannen, fahren weniger Menschen in den Urlaub als im vergangenen Jahr. 47 Prozent statt zuvor 52 Prozent der 1000 befragten Hauptstädter planten eine Reise, wie eine repräsentative info-Umfrage für die Berliner Sparkasse ergab. Ihr Reisebudget liegt mit durchschnittlich 1140 Euro rund 130 Euro unter dem des Vorjahres. Deutsche Ziele sind bei den Berlinern beliebt: 37 Prozent wollen in der Heimat bleiben.

Als Urlaubsland ist Deutschland besser als sein Ruf, ermittelten Forscher der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen. Die Erwartungen der 4000 Befragten wurden beim Urlaub in der Heimat oft übertroffen, nur an der Familienfreundlichkeit hapert es. Österreich punktet demzufolge mit seiner schönen Landschaft, Italien mit seiner Gastronomie und die Türkei, Kroatien und Spanien glänzen mit ihren Stränden.

All-Inclusive-Urlaub will weniger als die Hälfte der von YouGov Befragten machen. 46 Prozent freuen sich besonders auf die Rundum-Versorgung mit Essen, Trinken und Unterhaltungsprogramm. Als Bewegungsmuffel im Urlaub entpuppt sich rund jeder zweite Bundesbürger. 45 Prozent legen Wert auf Sport, gut die Hälfte will während der Ferien auf Bewegung verzichten. Männer sind im Urlaub aktiver als Frauen. Für 51 Prozent von ihnen gehört Sport zu einem gelungenen Urlaub, bei den Frauen sind es nur 39 Prozent.

Nach Berlin starten Brandenburg und Hamburg an diesem Donnerstag in die schulfreie Zeit. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ziehen zum Wochenende nach.

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(dpa)