Malaria: Über 500.000 Menschen sterben jährlich

WHO: Über 500.000 Menschen sterben jährlich an Malaria

Vor dem Weltmalariatag der Vereinten Nationen am Freitag hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die weiterhin hohe Sterblichkeit infolge der Tropenkrankheit angeprangert. Mehr als eine halbe Million Menschen sterben nach WHO-Angaben vom Donnerstag jedes Jahr an den Folgen von Malaria.

Im Jahr 2013 seien weltweit 198 Millionen Malariafälle registriert worden, insgesamt wurden rund 584.000 Tote gezählt. Es sei "dringend erforderlich, die "Präventionsmaßnahmen und die Diagnosetests zu verbessern", sagte der WHO-Vizedirektor für Tropenkrankheiten, Aids und Tuberkulose, Hiroki Nakatani, in Genf.

Besonders betroffen sind laut WHO Kinder: 2013 starben 437.000 Kinder unter fünf Jahren an der Krankheit; das waren rund drei Viertel aller Malariatoten weltweit. 90 Prozent der Malariafälle werden laut WHO in Afrika gezählt. Nur ein Fünftel aller von Malaria betroffenen Kinder in Afrika habe 2013 eine medizinische Behandlung bekommen, rund 15 Millionen Schwangere hätten keine Präventionsmedikation erhalten, und 278 Millionen Menschen in Afrika verfügten nicht einmal über die einfachsten Schutzmittel wie geeignete Moskitonetze.

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Die Tropenkrankheit führt über einen Befall der Leber zur Zerstörung der roten Blutkörperchen, zu Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Unbehandelt kann die Krankheit schnell lebensbedrohlich werden, wenn die Blutversorgung lebenswichtiger Organe gestört wird.

(AFP)