Mettmann: Apanage und Kapalua schließen in der Kö-Galerie

Mettmann: Apanage und Kapalua schließen in der Kö-Galerie

In den beiden Boutiquen Kapalua und Apanage in der Kö-Galerie geben sich die Kundinnen die Klinke in die Hand. Sie sind auf Schnäppchenjagd. Für die Filialleiterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, ist das kein Grund zum Jubeln. "Das tut schon irgendwie weh", sagt sie. Denn Ende August wird sie arbeitslos sein, ebenso wie ihre vier Mitarbeiterinnen.

Kapalua und Apanage sind Töchter der insolventen Steilmann-Gruppe. Ende August werden die verbundenen Läden schließen. Derzeit verkaufen sie das Sortiment mit Nachlässen von 70 Prozent. T- Shirts, Röcke, Kleider, Hosen und Jacken sind zum Schnäppchen-Preis erhältlich. Viele Regale sind allerdings schon leergeräumt. Das Nachbargeschäft Stones (Herrenmode) hat bereits seit vier Wochen geschlossen. Der Mutterkonzern Steilmann, der erst im Herbst 2015 an die Börse gegangen war, ist im Februar in die Insolvenz geraten. Im April wurde der Antrag gestellt. Bundesweit sind 250 Filialen der Tochter-Ketten betroffen - mit 740 Mitarbeitern.

Das Immobilien-Beratungsunternehmen CBRE hatte im Januar vom Eigentümer der Königshof-Galerie in Mettmann, der phoenix development GmbH, einen Beratungsauftrag zur Analyse und Weiterentwicklung des Shopping-Centers und das Management erhalten.

Ralf Bönnemann, Direktor Shopping, Center leasing bei CBRE, bestätigte die Schließung der Filialen. Allerdings konnte er noch nicht sagen, wer als Nachmieter vorgesehen ist. "Wir befinden uns mit Interessenten im Gespräch und haben einige Ideen", sagte er gestern.

Für die Kö-Galerie ist klar, dass Ersatz gesucht und gefunden werden muss.

(RP)