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Düsseldorf: Behinderte pflegen den Südpark

Düsseldorf : Behinderte pflegen den Südpark

250 Menschen arbeiten in der Werkstatt für angepasste Arbeit am Südpark.

Der Weg zur Integration führt über die Arbeit. Für 200 behinderte Menschen bedeutet die Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA) am Südpark Ausbildungsstätte, Arbeitsplatz und Teilhabe an der Gesellschaft. Neben einer Bäckerei, Imkerei, Tierzucht und einer Minigolfanlage sind sie auch mit der Pflege des 42 Hektar großen Südparks betraut.

"Wir haben denselben Qualitätsanspruch wie Unternehmen der freien Wirtschaft", sagt Andrea Schmidt, Sprecherin der WfaA. Im Garten- und Landschaftsbau ist mit 100 Menschen rund die Hälfte der Beschäftigten der Betriebsstätte tätig. "Es gibt bei uns keinen Bereich, in dem nicht auch Menschen mit Behinderungen arbeiten", sagt Schmidt. Jeder, der eine Arbeit in der Werkstatt aufnimmt, bekommt in den ersten zwei Jahren eine Ausbildung, die allerdings nicht der klassischen Berufsausbildung entspricht. Unter Anleitung von Facharbeitern lernen körperlich und geistig Behinderte Arbeitsabläufe, die sie für den sogenannten "Ersten Arbeitsmarkt" qualifizieren. Um sie in den Arbeitsalltag regulärer Unternehmen integrieren zu können, arbeiten mehrere Gruppen in Begleitung von Facharbeitern in verschiedenen Industrieunternehmen der Stadt. "Die Firmen merken, dass das funktioniert", sagt Schmidt, einige der Behinderten hätten auf diesem Wege bereits einen sozialversicherungspflichtigen Job bekommen. Das Angebot gelte allerdings nicht für jeden: "Menschen mit geistiger Behinderung haben mitunter keine Motivation, auf den ersten Arbeitsmarkt zu kommen."

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Wer in der WfaA arbeitet, bekommt das bezahlt, 70 Prozent der "Arbeitsleistung" fließt laut Schmidt an die Beschäftigten. Da diese aber Sozialleistungen erhalten - behinderte Menschen sind nicht erwerbsfähig -, wird der Verdienst unter Umständen darauf angerechnet. Eine Warteliste gibt es in der Werkstatt am Südpark nicht, Bewerber dürften sich ihren Arbeitsbereich frei wählen. Knapp sind derzeit die Plätze für Rollstuhlfahrer.

(RP)