Krefeld Pinguine gastieren bei den Adlern Mannheim

Auswärtsspiel in Mannheim: Pinguine im Adlerhorst zu Gast

Heute treten die Krefelder bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in Mannheim an. Das Aufgebot bleibt gegenüber dem Berlinspiel unverändert. Vertrag mit Fritzmeier soll aufgelöst werden.

Mal wieder konnten sich die Pinguine am Mittwoch nach einer Niederlage nichts für ihre insgesamt gute Leistung und der daraus resultierenden Anerkennung von vielen Seiten kaufen. Der zweite Saisonauftritt in Berlin war ein Spiegelbild des ersten. Im Auftaktdrittel wirkten die Eisbären noch etwas schwerfällig und hatten Mühe, sich die Pinguine als sichere Beute zurecht zu legen. Ab der 21. Minute zeigten sie dann, warum sie in der Tabelle ganz oben stehen und drehten im Schlussdrittel das Match. Aber auch ohne Punkt im Gepäck konnten die Krefelder erhobenen Hauptes die lange Heimreise antreten, die gestern früh um 6 Uhr am König-Palast endete.

Rick Adduono haderte gestern mit der Krux, dass sein Team bisher in den engen Spielen fast immer leer ausging. "Von neun Duellen, die in der Overtime oder mit Penaltyschießen entschieden wurden, haben wir sieben verloren. Das sind zu viele wertvolle Punkte, die wir abgegeben haben." Einen Vorwurf macht der Trainer seinen Spielern aber nicht: "Alle hängen sich rein und geben ihr Bestes. Auch unsere jungen Spieler, aber in den Duellen gegen die Topteams fehlt ihnen hinten heraus die Erfahrung."

Auch heute ist eine Menge Erfahrung von Nöten, denn in Mannheim wartet ab 19.30 Uhr erneut eine starke Mannschaft, die vom Papier her sicher so gut besetzt ist wie die der Eisbären. Erschwerend kommt für die Pinguine hinzu, dass die Adler ausgeruht ins Spiel gehen können. Denn nur Berlin und Krefeld waren am Mittwoch im Einsatz und zogen ihr Duell vom 46. Spieltag vor. Die Mannheimer stehen enorm unter Druck. Nach dem radikalen Kahlschlag innerhalb der sportlichen Leitung gab es unter dem neuen Trainer Bill Stewart zwei Niederlagen. Je länger die Krefelder die Partie offen gestalten können, um so größer wird ihre Chance sein, zu punkten. "Wir werden mit einer ähnlichen Strategie ins Spiel gegen wie in Berlin. Unsere dritte und vierte Reihe hat bewiesen, dass sie jede Topreihe der Liga stoppen kann. Wir brauchen aber auch mehr Scoringtouch", sagte Adduono. Dabei setzt der Kanadier besonders auf die zweite Sturmreihe mit Christoph Gawlik, Justin Feser und Martin Schymainski. Letzterem mangelt es derzeit sichtlich an Selbstvertrauen. Denn nach seiner Knieverletzung wartet er auf seinen sechsten Saisontreffer. "Schimmi arbeitet sehr hart und hatte zuletzt auch ein paar gute Torchancen. Ich hoffe, er trifft schnell wieder. Das wird ihm gut tun", sagt sein Trainer. Der will sich noch überlegen, ob er Gawlik für Feser als Center aufbietet.

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Sehr zufrieden ist Adduono derzeit mit beiden Torhütern: "Jeder Trainer kann stolz sein, wenn er so ein starkes Duo hat." In Berlin bekam Patrick Klein 43 Schüsse auf seinen Kasten, davon musste er zwei passieren lassen. Von Petersens sehenswerten Treffer zum 1:1-Ausgleich der Berliner schwärmte Adduono gestern noch: "Das sieht man sonst nur in der NHL." Heute will der Coach wieder Dimitri Pätzold den Vorzug geben.

Am Sonntag gastiert um 16.30 Uhr mit dem ERC Ingolstadt die einzige Mannschaft im KöPa, gegen die Krefeld in dieser Saison schon zweimal gewinnen konnte. Beim dritten Versuch steht mit Larry Mitchell ein neuer Trainer an der Bande, der Samuelsson ablöste. Der Schwede wollte sich übrigens vor Saisonstart die Dienste von Franz Fritzmeier als Co-Trainer sichern. Das scheiterte allerdings an Mitchells Veto. Wie unsere Zeitung gestern erfuhr, soll Fritzmeier in Krefeld unmittelbar vor der Auflösung seines bis Ende der Saison 2018/19 laufenden Vertrages stehen. Adduono hofft, dass sein Team am Sonntag trotz der Enttäuschung beim Heimspiel gegen Augsburg von den Rängen tatkräftig unterstützt wird: "Mit der Hilfe unserer Fans können wir gegen Ingolstadt gewinnen und die Play-offs noch erreichen."

(RP)