Krefeld Pinguine gewinnen Straßenbahnduell gegen Düsseldorfer EG

Derbysieg gegen die DEG: Pinguine gewinnen Straßenbahnduell

Gegen den rheinischen Erzrivalen aus Düsseldorf gewann die Auswahl von Trainer Rick Adduono mit 4:1. Das letzte Tor erzielte Pinguine-Goalie Dimitri Pätzold. Morgen sind die Augsburger Panther zu Gast im Königpalast.

Die Krefeld Pinguine zeigten gestern Abend in Düsseldorf eine starke Auswärtsleistung und fuhren mit einem verdienten 4:1 ihren dritten Auswärtsdreier der Saison ein und betrieben damit beste Werbung für das morgige Heimspiel gegen die Augsburger Panther (14 Uhr) im Königpalast. Eine gute Defensivleistung, mit einem starken Dimitri Pätzold im Tor als sicherer Rückhalt, war neben Stürmer Marcel Müller, der an drei Treffern beteiligt war der Grundstein für den Derbysieg. Verteidiger Maxi Faber erzielte dabei seinen ersten Treffer in der DEL. Torwart Pätzold trug sich mit einem kuriosen Treffer in die Torschützenliste ein und wurde am Ende von den 600 Fans aus Krefeld gefeiert.

Die Pinguine mussten gestern auf ihren Topstürmer Daniel Pietta verzichten. Wegen seiner Unterkörperverletzung hatte der Center in dieser Woche nicht trainiert, auch deshalb kam ein Einsatz nicht in Frage, wie Cheftrainer Rick Adduono vor dem Spiel im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. Adduono ist aber zuversichtlich, Pietta, der heute 31 Jahre alt wird, morgen gegen Augsburg einsetzen zu können. Für ihn rückte Justin Feser in den ersten Sturm zu Dragan Umicevic und Marcel Müller. Letzterer hatte seine Darmgrippe auskuriert, die ihn am Sonntag noch an einen Einsatz in Schwenningen gehindert hatte.

Den zweiten Angriff bildeten Christoph Gawlik, der erstmals an früherer Wirkungsstätte auflief, Martin Schymainski und Matthias Trettenes. Im dritten Sturm spielte Kevin Orendorz für Trettenes, die vierte Reihe blieb unverändert. Nach zweiwöchiger Verletzungspause kehrte Joel Keussen in den Kader zurück.

  • Krefeld Pinguine : Der Druck nimmt stetig zu

Glich zu Beginn kam die kalte Dusche für die Krefelder, als sie in der Rückwärtsbewegung den Hausherren zu viel Platz ließen. Maximilian Kammerer setzte den Puck unhaltbar für Pätzold nach 37 Sekunden flach in die Maschen. Als nach drei Minuten Marcel Brandt den Außenpfosten des Krefelder Tores traf und wenig später Kapitän Grygiel auf die Strafbank musste, drohte der zweite Gegentreffer. Doch die Gelb-Schwarzen überstanden diese Strafzeit schadlos. In der siebten Minute fiel der Ausgleich durch einen Distanzschuss von Verteidiger Maxi Faber, der vorbei an Freund und Feind ins lange untere Eck traf. Mit 1:1 ging es in die Kabine.

Im zweiten Drittel drängten die Pinguine auf den Führungstreffer. Nachdem Kevin Orendorz in der 26. Minute nur das Außennetz getroffen hatte, war es Marcel Müller, der eine Minute später mit einem platzierten Schuss die Führung erzielte. DEG-Trainer Mike Pellegrims nahm sofort seine Auszeit. Diese Maßnahme ging nach hinten los. Vom Bully weg zog Matthias Trettenes auf und davon und ließ Torhüter Bakala keine Abwehrchance. Der Puck landete aber nicht im Netz, sondern am Innenpfosten. Als mit Alex Dimitriev erstmals ein DEG-Akteur auf die Strafbank musste, hatten die Pinguine mehrfach den dritten Treffer auf dem Schläger. Das Auslassen der Chancen hätte sich fast gerecht, als mit Gawlik und Trevelatto nacheinander zwei Pinguine in die Kühlbox mussten. 45 Sekunden vor Drittelende kassierte dann auch Vainonen eine Strafe, so gingen die Pinguine mit einer 75-sekündigen Restunterzahl, aber auch mit einer 2:1 Führung ins letzte Drittel. Im Schlussabschnitt sorgten die Gelbschwarzen bei ihrer zweiten Überzahl an diesem Abend mit dem 3:1 in der 44. Minute durch Kurt Davis. Torwart Dimitri Pätzold wurde in der 57. Minute dann unfreiwillig noch zum Torschützen. Mike Pellegrims hatte seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen, Pätzold einen Schuss abgewehrt, und dann spielte ein Düsseldorfer die Scheibe Richtung eigenes Tor - und der Puck trudelte ins Netz. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde Pätzold der Treffer gut geschrieben weil er als letzter Krefelder den Puck berührt hatte.

(RP)
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