Neuss: Ein Meer von Kerzen erinnert an den toten Elfjährigen

Trauergottesdienst in Neuss: Ein Meer von Kerzen erinnert an den toten Elfjährigen

In einem Trauergottesdienst wurde am Donnerstagabend des elfjährigen Jungen gedacht, der schwer misshandelt worden war und am Dienstag starb. "Der kleine Junge ist in den Händen Gottes geborgen", sagte Pfarrer Dirk Thamm.

Eine ergreifende Stille füllt die abgedunkelte St.-Paulus-Kirche in Weckhoven, Kerzenlicht schimmert um den Altar. In viele traurige und ratlose Gesichter habe Pfarrer Dirk Thamm in den vergangenen Tagen in seiner Gemeinde gesehen. Ein solches Geschehen übersteige jegliche Vorstellungskraft, sagt er. Die Menschen seien aufgewühlt, suchen nach Erklärungen und Wegen, das Unfassbare zu verstehen. Auch an sie richtete sich der Gottesdienst, um gemeinsam Halt und Trost zu finden.

Gehalten wurde der Trauergottesdienst von Diakon Michael Linden und dem Pfarrerehepaar Ulrike Bartkiewitz und Dirk Thamm. In Fürbitten baten sie für den Elfjährigen, seine Angehörigen und Betroffene um Licht, Hoffnung und Frieden. Am Osterlicht, was daran erinnern soll, dass der Tod nicht das Ende ist, wurden Kerzen angezündet. Nach und nach erhob sich die Trauergemeinde von den Bänken und legte eine dieser Kerzen vor dem Altar ab. Sie seien ein Symbol für ihre Wünsche, Gebete und Gedanken, die sich an den Elfjährigen und die Betroffenen richten.

"Der kleine Junge ist in den Händen Gottes geborgen", sagte Pfarrer Dirk Thamm. In dem Frieden Gottes gehe keiner verloren, nicht der Elfjährige, nicht die Nachbarn, die Familie, aber auch der Täter nicht. "Gott gib uns Kraft und Halt" lautete seine Bitte, und mit dieser Kraft solle von allen gemeinsam gewährleistet werden, dass Kinder in Weckhoven gut und sicher leben können.

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Nächste Woche Donnerstag wird der elfjährige Junge beigesetzt. Als dringend tatverdächtig gilt sein Onkel, der die Tat gestanden hat und in Untersuchungshaft sitzt.

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(ubg)