Dinslaken: Abschied von der Volksparkschule

Dinslaken: Abschied von der Volksparkschule

Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann würdigten die Rolle, die die Schule bei der Entwicklung der Dinslakener Bildungslandschaft hatte.

Nach 47 Jahren schloss die Volksparkschule zum Ende des Schuljahres für immer ihre Türen. Die noch verbliebenen Klassen werden vom neuen Schuljahr an im Gustav-Heinemann-Schulzen-trum unterrichtet, im ehemaligen Schulgebäude ist jetzt die Friedrich-Althoff-Sekundarschule untergebracht. Grund genug für Bürgermeister Michael Heidinger und Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann, an Tradition und Erfolg dieser dienstältesten Hauptschule der Stadt zu erinnern.

Als 1968 die Volksschule abgeschafft und durch Grund- und Hauptschulen ersetzt wurde, ging auch die Volksparkschule an den Start. Zunächst war sie im Gebäude der Klaraschule untergebracht. 1971 wurde das neue Domizil "Am Stadtbad" fertiggestellt, und man zog zu Fuß mit Kartenständern und Unterrichtsmodellen in einem langen Zug von der Klarastraße in das neue Gebäude herüber. In den siebziger und achtziger Jahren wurde die Schule vierzügig, die Schülerzahl stieg auf über 700 Schülerinnen und Schüler an. Die neue Schule platzte bald aus allen Nähten, Container mussten die Raumnot überbrücken. Aber schon bald änderte sich der Trend. Immer mehr Eltern wählten für ihre Kinder nach Möglichkeit ein Gymnasium oder die Realschule. Die Schülerzahl ging zurück, erst recht nachdem 1985 die Ernst-Barlach-Gesamtschule ihren Betrieb aufgenommen hatte.

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Fortan fiel der Volksparkschule mehr und mehr die Rolle zu, sich um die Schülerinnen und Schüler zu kümmern, die zuvor an anderen Schulen keinen Erfolg hatten. Tausende Jugendliche besuchten im Laufe der Jahre die Hauptschule am Stadtbad, wurden in aller Regel zu einem erfolgreichen Schulabschluss geführt und fanden ihren Platz im Berufsleben. Stets war die Volksparkschule engagiert dabei, ihr Bildungsangebot den Erfordernissen der Zeit anzupassen. Neben der Wissensvermittlung spielte die erzieherische Konzeption eine wichtige Rolle. Mit dem "erweiterten Bildungsangebot" nahm die Schule in den neunziger Jahren bereits die späteren Ganztagsangebote vorweg.

Mit einem großen Dank an die Schulleitung und die Lehrkräfte würdigen Bürgermeister und Schuldezernentin die dienstälteste Hauptschule der Stadt: "Die Volksparkschule hat 47 Jahre lang ihren Beitrag zur Ausbildung und Erziehung geleistet. Darauf können alle Beteiligten mit Recht stolz sein. Ihre Schließung ist kein Scheitern an der Aufgabe, sondern das Ergebnis einer gesellschaftlichen Entwicklung, die schlechthin nicht aufzuhalten war."

(RP)
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