Eishockey-WM: Schweizer meldet sich nach Schlittschuh-Attacke

Nach Schlittschuh-Attacke bei Eishockey-WM: "Das war schon etwas kriminell"

Es war der Aufreger der bisherigen Eishockey-Weltmeisterschaft: Der Slowene Ziga Jeglic tritt mit seinem Schlittschuh an den Hals des Schweizers Thomas Rufenacht. Der hat Glück im Unglück und meldet sich jetzt zu Wort.

Es begann mit einer harmlosen Rangelei an der Bande zwischen Thomas Rufenacht und dem Slowenen Robert Sabolič. Doch schnell waren die Fäuste des Slowenen im Spiel und die Szene bekam abschließend ihren dunklen Höhepunkt durch Ziga Jeglic: Bei seiner Auswechslung versuchte er mit seinem Schlittschuh in den Halsbereich des Schweizers zu treten.

Dabei hatte Rufenacht erst gar nichts von der Aktion mitbekommen. Erst auf den TV-Bildern sah er hinterher das Ausmaß – und sein Glück einer schwerer Verletzung entgangen zu sein. "Wenn er mich geschnitten hätte, wäre ich jetzt nicht mehr da", sagte er gegenüber dem Schweizer "Blick". Er blieb unverletzt, fassungslos über die Szene ist er aber noch immer. "Ich möchte ihn gar nicht mehr sehen. Das war Absicht, das sieht man im Video auch an seinem Gesichtsausdruck". Sein Teamkolllege Reto Schäppi fand: "Das war schon etwas kriminell. Zum Glück ist Rüfi noch unter uns".

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Übeltäter Jeglic beteuerte derweil, die Aktion sei keine Absicht und er wäre selbst über die TV-Bilder geschockt gewesen. Die IIHF-Disziplinarkommission sperrte ihn für zwei Spiele. "Vielleicht sollte man ihn international für immer sperren", bemerkte dagegen Rufenacht.

(dbr)