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Steuervergehen: Zahl der Selbstanzeigen unerwartet hoch

Steuervergehen : Zahl der Selbstanzeigen unerwartet hoch

Die Flut an Selbstanzeigen wegen Steuerbetrugs hält 2015 an. Im Februar haben sich in NRW 715 Bürger angezeigt. Das gab das Finanzministerium bekannt.

Viele Beobachter hatten damit gerechnet, dass die Zahl der Selbstanzeigen 2015 deutlich sinken würde, weil seit Januar schärfere Regeln gelten. Die Grenze, bis zu der Steuerhinterziehung bei einer Selbstanzeige straffrei bleibt, ist von 50 000 auf 25 000 Euro gesunken.

"Wir hatten gedacht, dass viele Bürger in 2014 noch schnell reinen Tisch machen und dass dann viel weniger Anzeigen kommen", sagt ein Steuerfahnder, "aber bisher gibt es kein Ende der Flut."

Finanzminister Norbert Walter-Borjans vermutet nun, dass immer neue Berichte über Informationen aus gekauften oder gestohlenen Steuer-CDs Steuerbetrüger nervös machen.

(RP/rky)