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Wie Eurowings und Ryanair wieder pünktlich werden.

Kommentar: Europas Luftraum muss flexibler gemanagt werden : Gemeinsam gegen den Stau am Himmel

Neue Streiks führen zu neuen Verspätungen am Himmel. Auch die steigende Reiselust erhöht die Nachfrage. Als ein Ausweg gegen den übervollen Himmel brauchen wir bessere Hochgeschwindigkeitszüge nach Westen und Norden.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat recht: Die Luftfahrt Europas braucht eine konzertierte Aktion aller Beteiligten, damit das Chaos am Himmel aufhört. Dies bedeutet erstens, dass Airlines wie Ryanair aufhören müssen, den Wettbewerb mit Billiglöhnen führen zu wollen. Das provoziert nur neue Streiks.

Die Fluggesellschaften müssen ihre Flugpläne endlich realistisch planen. Es müssen Puffer für Verzögerungen da sein, damit die Flut an Spätlandungen aufhört. Die Luftverkehrskontrolle muss unter ein europäisches Dach: Dann werden Routen effizienter vergeben, Umleitungen werden einfacher.

Schließlich müssen Bürger und Politik ihre Prioritäten überdenken. Regelmäßige Wochenendtrips in europäische Städte mögen schön sein — umweltfreundlich sind sie nicht. Europas Politik sollte den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsstrecken für die Bahn viel schneller vorantreiben. Es ist ärgerlich, wie langsam Züge Richtung Paris/London/Südfrankreich auf dem ersten Teilstück bis Brüssel fahren. Auch die lahme Ruckelei durch das Ruhrgebiet Richtung Berlin/Hamburg ist eine Zumutung. Herr Wüst und liebe Bundespolitiker, es gibt viel zu tun!