Berlin/München Widerstand gegen geplante Fahrverbote für Dieselautos

Berlin/München · Bundesumweltministerin Barbara Hendricks stößt mit ihrem Vorschlag für Fahrverbote von Dieselautos in Innenstädten auf Widerstand aus Bayern. Die SPD-Politikerin will es vor allem Großstädten ermöglichen, bei kritischen Wetterlagen Dieselfahrzeuge aus ihren Zentren fernzuhalten.

Kommunen sollen nach einem entsprechenden Verordnungsentwurf auf dreierlei Weise Fahrverbote verhängen können, um den Ausstoß von Stickstoffdioxid (NO2) zu verringern, das in hoher Konzentration als Atemgift wirken kann. Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) nannte den Vorschlag "völlig unpraktikabel".

Laut dem Hendricks-Entwurf sollen die Kommunen zum einen Plaketten ausgeben können, so dass nur noch Fahrzeuge mit hinreichend umweltfreundlichen Diesel- oder Benzinmotoren in eine Verbotszone fahren dürfen. Weiter könnte die Zufahrt zu bestimmten Straßen für alle Dieselwagen gesperrt oder nur neueren Modellen erlaubt werden. Oder die Städte lassen an geraden Datumstagen nur Autos mit geraden Kfz-Endziffern herein, während an ungeraden Tagen Autos mit ungeraden Ziffern einfahren.

(dpa)
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