Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ Innovative Unternehmen aus NRW gesucht

Düsseldorf · Krieg, Fachkräftemangel, Inflation: Die Herausforderungen für Start-ups, Mittelständler und Konzerne sind groß. Wir suchen Unternehmen, die mit gutem Beispiel vorangehen und den Krisen dieser Welt mit innovativen Ideen trotzen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 1. Juli.

Bis zum 1. Juli kann man sich beim Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ bewerben.

Bis zum 1. Juli kann man sich beim Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ bewerben.

Foto: unbekannt

Deutschlands Wirtschaft steckt in der Krise. Die Lage sei „dramatisch schlecht“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) im Februar, als die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose veröffentlichte. Das Bruttoinlandsprodukt werde im laufenden Jahr nur um 0,2 Prozent wachsen. Habeck machte vor allem den russischen Angriffskrieg und die Inflation dafür verantwortlich. Nun gehe es um nichts Geringeres, als die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu verteidigen. Der Fachkräftemangel müsse eingedämmt, bessere Rahmenbedingungen für Investitionen müssten geschaffen werden.

Was braucht es noch? Zukunftsfähige Unternehmen mit neuen Ideen. Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell grundlegend umbauen, ihre Produktion nachhaltig aufziehen oder mit zukunftsweisenden Produkten neue Wege gehen. Denen soll der Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ eine Bühne bieten. Die sechste Auflage des 2015 von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Rheinischen Post ins Leben gerufenen Wettbewerbs wird zusammen mit dem General-Anzeiger Bonn ausgerichtet. Gemeinsam suchen wir Unternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer, die Vorbild sein können für andere.

Gefördert wird der Wettbewerb erneut von der Deutschen Bank, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC), der Zurich Versicherung, dem Energiekonzern RWE und erstmals von der Personalberatung Egon Zehnder. Schirmfrau ist NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne).

Am Wettbewerb können alle Unternehmen teilnehmen, die den Wandel zum Teil ihrer Firmen-DNA gemacht haben. Wir suchen diejenigen, die mit Erfindungen den Markt verändern, die mutig voranschreiten und neue Märkte erobern, die die Digitalisierung und den Klimaschutz zwar als Herausforderung, aber vor allem als Chance begreifen. Angesprochen sind Großkonzerne, deren Erfindungen schon jetzt häufig die Schlagzeilen bestimmen. Angesprochen sind Mittelständler, die mit ihren Produkten noch nicht im Rampenlicht stehen, aber dafür sorgen, dass das Label „Made in Germany“ weltweit geschätzt wird. Angesprochen sind die vielen kleinen Betriebe, Händler, Handwerker und Sozialunternehmen, die nicht so häufig im Blickpunkt stehen, deren Geschichten es aber verdienen, erzählt zu werden, weil sie den Alltag vieler Menschen – egal ob Kunden oder Beschäftigte – besser machen.

Aus allen Bewerbungen wählt eine hochkarätig besetzte Jury aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft die besten Kandidaten aus. Zudem wird wieder der Sonderpreis „NRW-Wandler“ an eine herausragende Persönlichkeit aus Nordrhein-Westfalen vergeben, die sich über ihr besonderes unternehmerisches Wirken im Bundesland hinaus verdient gemacht hat. Für diesen Preis kann man sich nicht bewerben, er wird auf Vorschlag von der Jury vergeben.

Diese Jury kürt die Gewinner des Wettbewerbs.

Diese Jury kürt die Gewinner des Wettbewerbs.

Foto: Schnettler

Wer kann teilnehmen?

Alle Unternehmen, die ihren Hauptsitz oder den größten Teil ihres Unternehmensbetriebs in Nordrhein-Westfalen angesiedelt haben – etwa den Großteil der Beschäftigten.

In welchen Kategorien kann man sich bewerben?

In der Kategorie „Start-ups“ sind all jene Firmen willkommen, die jünger als zehn Jahre sind und entweder ein geplantes Mitarbeiter- oder Umsatzwachstum anstreben (und erklären können, wie sie das bewerkstelligen) und/oder hinsichtlich ihrer Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und/oder Technologien hoch innovativ sind. Existenzgründungen wie Beratungstätigkeiten oder freiberufliche Aktivitäten fallen nicht in diese Kategorie.

Unter dem Stichwort „Handwerk und kleine Unternehmen“ können sich sowohl etablierte Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten als auch Kanzleien, Praxen oder innovative gemeinnützige Gesellschaften bewerben. Aber auch junge Unternehmen, die nicht die genannten Kriterien für Start-ups erfüllen, haben die Möglichkeit, so an diesem NRW-weiten Wettbewerb teilzunehmen.

In die Kategorie „Mittelständler und Konzerne“ fallen bereits etablierte Unternehmen mit 500 oder mehr Angestellten – vom inhabergeführten Familienunternehmen bis hin zum börsennotierten Großkonzern ist alles möglich.

Wie kann man teilnehmen?

Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos. Erforderlich ist lediglich die Beantwortung einiger Fragen über ein Onlineformular. Unternehmen können sich ab sofort bis einschließlich Montag, 1. Juli 2024 (23.55 Uhr), über folgende Seite bewerben: www.rp-media.de/nrw-wirtschaft-im-wandel. Bei Fragen können Sie sich per Mail an uns wenden: wirtschaft-im-wandel@rheinische-post.de.

Wie arbeitet die Jury?

Unsere Jury kürt dann aus den besten Einsendungen jeweils drei Gewinner pro Unternehmenskategorie. Es geht dabei beispielsweise um die Frage, wie innovativ Geschäftsmodelle sind oder wie nachhaltig sich Unternehmen neu erfunden haben. Im Oktober erfolgt die Preisverleihung.

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