Das steckt hinter dem Preisschub Schokolade wird immer teurer

Düsseldorf · Weihnachten wird in diesem Jahr für viele teurer. Die Tasse Glühwein, der Tannenbaum und auch Schokolade kosten in diesem Jahr mehr. Wie stark die Preise bislang gestiegen sind und warum.

 Rund 105 Millionen Schokonikoläuse wurden 2023 von der Süßwarenindustrie in den deutschen Handel gebracht.

Rund 105 Millionen Schokonikoläuse wurden 2023 von der Süßwarenindustrie in den deutschen Handel gebracht.

Foto: dpa-tmn/Robert Günther

Schokonikolaus, Pralinen, Marzipan umhüllt mit Schokolade – die Süßigkeit aus Kakaomasse und Zucker darf für viele in der Weihnachtszeit nicht fehlen. Allein 105 Millionen Schokonikoläuse lieferte die Süßwarenindustrie in diesem Jahr an deutsche Einzelhändler, so eine Auswertung des Portals Statista. Insgesamt wurden demnach 167 Millionen Schokonikoläuse in Deutschland hergestellt, mehr als ein Drittel (37 Prozent) gingen in den Export.

Aber die Inflation beeinflusst auch Lebensmittelpreise. Besonders betroffen ist Schokolade. So kostete die im Oktober bereits 12,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Zum Vergleich: Insgesamt erhöhte sich der Preis für Nahrungsmittel im Oktober „nur“ um 6,1 Prozent. Bei Schokolade stieg der Preis bereits 2022 um 11,3 Prozent. Im Vergleich zu 2020 kostet Schokolade in diesem Jahr sogar fast ein Drittel mehr.

Entscheidend für den Kostenanstieg sind die Preise der Rohstoffe. So sind Kakaobohnen, Kakaobutter und Zucker deutlich teurer als im Vorjahr. Dabei spielen vor allem Regen-bedingte Ernteausfälle in Westafrika eine Rolle, wo zwei Drittel der globalen Kakao-Menge angebaut werden. Überall machen sich zudem hohe Energiekosten bemerkbar.

Nicht nur Schokolade, auch andere Lebensmittel sind in diesem Jahr rund ein Drittel teurer als noch 2020. Etwas abgeschwächt hat sich der Preisanstieg bei Fleisch. Während der Preissprung vor einem Jahr bei 19,3 Prozent lag, kosten Fleischwaren in diesem Jahr vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Neben den Preissteigerungen im Supermarkt macht sich die Inflation auch auf den Weihnachtsmärkten in der Region bemerkbar. Wer Glühwein, Reibekuchen oder Bratwurst kaufen möchte, muss häufig mehr Geld ausgeben. Auf den meisten Weihnachtsmärkten in NRW kostet eine Tasse des Heißgetränks mittlerweile vier Euro, in manchen Städten bekommt man Glühwein auch noch für drei Euro, aber auch Preise von fünf Euro gibt es bereits. Bratwurst kostet vier bis fünf Euro. Wer es lieber süß mag und sich Reibekuchen kaufen möchte, muss in diesem Jahr fünf Euro für drei Stück einplanen.

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