Wagenknecht-Bewegung „Aufstehen“ kritisiert Forderung nach Erhöhung der Rundfunkbeiträge

Wagenknecht-Bewegung: „Aufstehen“ kritisiert Forderung nach Erhöhung der Rundfunkbeiträge

Über die Forderung nach der Erhöhung der Rundfunkbeiträge darf wahrlich gestritten werden. Mit einem Tweet zum Thema hat die linke Bewegung „Aufstehen“ um Sahra Wagenknecht jetzt allerdings für mehr als nur Aufregung gesorgt.

In der auf Twitter und Facebook geteilten Grafik hält ein mit „ARD“ und „ZDF“ beschrifteter Mann einen anderen kopfüber und schüttelt ihn, wobei offenbar Geldscheine aus seinen Kleidern fallen. „Rundfunkbeitrag anheben? Bessere Idee: Einkommen der Fernseh-Intendanten senken!“, steht unter anderem darauf geschrieben. Dazu die Forderung: „Bürgermedien statt Regierungsrundfunk!“

Über die Art und Weise der Kritik an den hohen Gehältern der intendanten entzündet sich Kritik. Und auch über den Begriff „Regierungsrundfunk“ für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk regen sich andere Twitter-Nutzer auf. „"Regierungsrundfunk" - ernsthaft (...)?“, fragte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Wolfgang Schmidt. „Das ist wirklich peinlich. Kritik auf AfD Level“, schrieb der linke Bundestagsabgeordnete Niema Movassat. „Fehlt nur noch der Begriff "Altparteien".“

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Zu der Bewegung „Aufstehen“ gehören auch viele Parteikollegen von Movassat, ihr Aushängeschild ist Linke-Fraktionschefin Wagenknecht. Die im Sommer von ihr gegründete „Aufstehen“-Bewegung hatte eigenen Angaben zufolge zuletzt rund 167.000 Unterstützer.

Der „Aufstehen“-Tweet ähnelt nach Inhalt und Wortwahl der AfD-Linie. Diese hatte in ihrem Bundestagswahlprogramm gefordert, den Rundfunkbeitrag („Zwangsbeiträge“) ganz abzuschaffen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle grundlegend reformiert und zu einem schlanken „Bürgerrundfunk“ mit Zugang für freiwillige Zahler umgestaltet werden.

(felt/dpa)
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