Koalition plant Heizungs-Kataster Diese Heizdaten will die Ampel von Ihnen wissen

Düsseldorf · Gebäudescharf sollen die Kommunen ermitteln, wer womit wie viel seit wann wie heizt. Der Städtebund warnt, das sei bis 2026 nicht zu schaffen. NRW-Ministerin Scharrenbach fordert andere Prioritäten.

Wie alt ist die Therme? Wie hoch der Verbrauch? Welcher Brennstoff? Das will der Bund von jedem wissen.

Wie alt ist die Therme? Wie hoch der Verbrauch? Welcher Brennstoff? Das will der Bund von jedem wissen.

Foto: dpa/Marcus Brandt

Die Heizung der Zukunft wird zum Sprengstoff für die Koalition. Der Streit um das Heizungstausch-Gesetz aus dem Ressort von Robert Habeck (Grüne) ist noch nicht beigelegt, da sorgt ein Gesetzentwurf aus dem Haus von Klara Geywitz (SPD) für neuen Streit. Das Bundesbauministerium will mit dem „Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“ Länder, Kommunen und Netzbetreiber zu einer umfassenden Datenerhebung verpflichten - und zwar „gebäudescharf“, wie es heißt. Wie werden die einzelnen Häuser bisher geheizt und wie künftig? Das soll kleinteilig ermittelt werden. Umgehend hagelte es Proteste von Kommunen und Stadtwerken sowie der Opposition. Geywitz versuchte zu beruhigen, man werde sich intensiv mit Ländern und Kommunen abstimmen.