Wachstum in Europa

Wachstum in Europa

Luxemburg (dapd) In nahezu allen Länder Europas hat sich das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal beschleunigt. Im Euro-Raum legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben des Statistikamtes Eurostat um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Wert aller in einem Land erzeugten Güter und Dienstleistungen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 wuchs das BIP um 2,5 Prozent.

Stärker als in Deutschland wuchs die Wirtschaft in den baltischen Ländern Litauen (3,5 Prozent) und Estland (2,1 Prozent). Estland hatte jüngst den Euro eingeführt und gilt derzeit als ein Musterschüler in der Währungsunion.

In den Problemländern stagniert dagegen die Wirtschaftsleistung oder geht sogar zurück. Für Spanien meldet Eurostat nur ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das Land hat einen scharfen Sparkurs eingeschlagen und setzt darauf, die Schuldenkrise ohne Hilfen anderer Länder zu bewältigen. In Portugal, das bereits Hilfe aus dem Rettungsfonds beantragt hat, ging die Wirtschaftsleistung dagegen um 0,7 Prozent zurück. Immerhin kommt das größte Sorgenkind Griechenland, das trotz Rettungs-Milliarden erneut vor der Pleite steht, auf ein Wachstum von 0,8 Prozent. Im vierten Quartal 2010 war dort die Wirtschaft noch um 2,8 Prozent geschrumpft.

(RP)
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