Rüsselsheim: VW-Manager Neumann soll Opel retten

Rüsselsheim : VW-Manager Neumann soll Opel retten

Der 51-jährige Elektroingenieur soll nach einer Karenzzeit den Autobauer führen.

Der US-Autokonzern General Motors hat bei der Konkurrenz einen neuen Hoffnungsträger für sein europäisches Sorgenkind Opel gefunden. Der 51 Jahre alte frühere VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann will im nächsten Sommer seinen Job als neuer Chef der Adam Opel AG in Rüsselsheim antreten. Unterschrieben sei aber noch nichts, hieß es.

Der Elektroingenieur und kurzzeitige Chef des Zulieferers Continental gilt als exzellenter Techniker. Bei einem Wechsel muss er voraussichtlich eine branchenübliche Sperrfrist von mehreren Monaten abwarten, bevor er seinen neuen Job antreten kann. Die "Financial Times Deutschland", die als erste über die Personalie berichtet hatte, zitierte ein Aufsichtsratsmitglied von Opel mit den Worten: "Neumann an der Spitze wäre gut für Opel. Er hat das Format, das wir brauchen."

GM hat mit Finanzvorstand Michael Lohscheller und Marketing-Mann Alfred Rieck schon zwei VW-Manager in die Opel-Spitze berufen. Der Spitzenjob bei Opel gilt als einer der schwierigsten der Branche. Die Europa-Tochter belastet GM seit Jahren mit Milliardenverlusten. Allein 2012 rechnet der in den USA vom Staat gerettete Konzern mit einem operativen Verlust von bis zu 1,4 Milliarden Euro aus seinem Europa-Geschäft.

(dpa)
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