Düsseldorf: Versicherer Arag setzt auf neue Markenstrategie

Düsseldorf : Versicherer Arag setzt auf neue Markenstrategie

Nur jeder zehnte Bürger nennt auf die Frage, welchen Versicherer er kenne, spontan den Namen Arag. Das soll sich ändern: Die Düsseldorfer Versicherungsgruppe stellt ihre Markenstrategie um. Rund sechs Millionen Euro investiert sie bis Jahresende in den Wandel, der sich ab kommendem Montag auch in einer Reihe von TV-Spots dokumentieren soll.

Zu den Kernbotschaften gehört der geplante Wandel von der Produkt- zur Kundenmarke. Die Arag wird von vielen immer noch vorrangig als Rechtsschutzversicherer wahrgenommen, obwohl nur noch die Hälfte der Beitragseinnahmen aus diesem Bereich kommt und nur jeder fünfte Euro an Prämien aus dem deutschen Rechtsschutzgeschäft in die Arag-Kassen fließt. Lebens-, Kranken- und Kompositversicherungen nehmen mittlerweile einen breiten Raum ein. "Die Arag ist kein nationaler Nischenanbieter mehr, der sich nur auf das Rechtsschutzgeschäft konzentriert", sagt der Inhaber und Vorstandsvorsitzende Paul-Otto Faßbender. Das soll auch der Kunde so wahrnehmen. Die Marke Arag soll als Mehr-spartenversicherer wahrgenommen werden, sie soll internationaler und auch emotionaler werden. Warum emotionaler? "70 Prozent der Kaufentscheidung eines Versicherungskunden sind emotional bedingt", sagt Faßbender.

Das Leitmotiv der neuen Kampagne heißt "Unabhängigkeit". Das sei der Wunsch des Kunden, heißt es, und genau darum geht es auch in den Fernseh-Spots ab dem kommenden Montag. Faßbender: "Das verbindet uns mit dem Wunsch des Verbrauchers". Denn Unabhängigkeit ist auch ein wesentliches Merkmal, das das Familienunternehmen Arag ausstrahlen will.

(RP)
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