Versandapotheke Sanicare ist insolvent

Versandapotheke Sanicare ist insolvent

Bad Laer (dpa) Die nach eigenen Angaben größte deutsche Versandapotheke Sanicare ist dem vorläufigen Insolvenzverwalter zufolge zahlungsunfähig. Nach dem Tod des langjährigen Chefs der Sanicare-Gruppe, Johannes Mönter, Anfang des Monats habe dessen Familie einen Nachlassinsolvenzantrag gestellt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Ralph Bünning von der Anwaltsgesellschaft Schultze & Braun gestern Abend mit. Als Grund für die Insolvenz nannte Bünning die schwierige Struktur der Unternehmensgruppe sowie die Rechtsunsicherheit aufgrund des Nachlasses. Mit der Nachlassinsolvenz erreichen die Erben, dass sie nicht für Schulden des verstorbenen Firmenchefs haften müssen.

Bad Laer (dpa) Die nach eigenen Angaben größte deutsche Versandapotheke Sanicare ist dem vorläufigen Insolvenzverwalter zufolge zahlungsunfähig. Nach dem Tod des langjährigen Chefs der Sanicare-Gruppe, Johannes Mönter, Anfang des Monats habe dessen Familie einen Nachlassinsolvenzantrag gestellt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Ralph Bünning von der Anwaltsgesellschaft Schultze & Braun gestern Abend mit. Als Grund für die Insolvenz nannte Bünning die schwierige Struktur der Unternehmensgruppe sowie die Rechtsunsicherheit aufgrund des Nachlasses. Mit der Nachlassinsolvenz erreichen die Erben, dass sie nicht für Schulden des verstorbenen Firmenchefs haften müssen.

Von der Insolvenz betroffen seien die Versandapotheke sowie drei niedergelassene Sanicare-Apotheken am Firmensitz in Bad Laer (Kreis Osnabrück) sowie in Versmold und Bielefeld, so Bünning. Die Löhne der 342 Mitarbeiter der Versandapotheke sind über das Insolvenzgeld bis Ende November gesichert. Andere Teile der Sanicare-Gruppe, die insgesamt mehr als 800 Beschäftigten hat und zuletzt einen Jahresumsatz von 216 Millionen Euro machte, seien derzeit nicht berührt. Der Geschäftsbetrieb werde aufrechterhalten, es werde ein Investor gesucht, so Bünning. Bestellungen über den Online-Shop seien weiterhin möglich und würden ausgeliefert, hieß es.

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Die Sanicare-Gruppe versorgt neben privaten Kunden auch 50 Krankenhäuser und mehrere hundert Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen in Deutschland mit Medikamenten und Hilfsmitteln. Das Unternehmen versicherte, dass auch diese Großkunden weiter beliefert würden.

Zuvor hatte der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) vor möglichen Folgen einer Pleite gewarnt: Sanicare habe in den vergangenen Jahren durch eine aggressive Markt- und Preispolitik eine Reihe auch großer Krankenhausapotheken aus dem Markt verdrängt. Dies könne sich für die Kliniken jetzt rächen.

(RP)
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