Verfechter der Pressefreiheit tritt ein für Toleranz und Bürgersinn

Verfechter der Pressefreiheit tritt ein für Toleranz und Bürgersinn

Sucht man den Inbegriff eines liberalen Bildungsbürgers, dann trifft man auf Manfred Droste. Der Herausgeber der Rheinischen Post, Unternehmer, Verleger und Freigeist, der heute 90 Jahre alt wird, verkörpert die prägenden Eigenschaften des Bildungsbürgertums. Sein Wirken für die Rheinische Post ist getragen vom Bewusstsein eines Liberalen, der Demokratie über die Pressefreiheit definiert, der Wissen vermitteln, Unabhängigkeit sichern, Meinungsvielfalt fördern will. Freiheit ist für ihn, der als Kind und Jugendlicher die Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft erlebte, die Verbindung von freiem Denken und unabhängigem Handeln, von kluger Abwägung und verantwortlicher Entscheidung, von wirtschaftlicher Vernunft und sozialem Verständnis. Diese Grundsätze, die unabdingbar waren und sind für das Wachsen und Gedeihen des Landes, hat er eingebracht in seine vielfältigen Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche. Dazu zählt insbesondere die Rheinische Post, deren Entwicklung zur Mediengruppe er als Mitgesellschafter befördert und in verantwortlicher Stellung mitgestaltet hat.

Manfred Droste war lange stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und gehört seit Jahren zum Kreis der Herausgeber. An der Entwicklung des Unternehmens von einem regionalen Zeitungsverlag zu einer international und multimedial tätigen Mediengruppe hat er wesentlichen Anteil. Bei aller Offenheit für neue Medien sieht er die Zeitung als Qualitätsprodukt mit bleibender publizistischer wie wirtschaftlicher Bedeutung.

Dabei ist für ihn die Aufgabe, Anwalt des freien Bürgers zu sein, grundlegend für den Erfolg der Zeitung und ihrer digitalen Kanäle. Der promovierte Historiker, Publizist und Journalist setzt auf die Unabhängigkeit der Redaktion. Er ist davon überzeugt, dass Demokratie qualifizierte Berichterstattung mit offenem Diskurs braucht und nur durch Klarheit und Wahrheit in Bericht und Kommentar "Fakenews" entlarven kann.

Manfred Droste ist ein engagierter Vordenker und Förderer, wo immer sich Presse und Künste berühren. Zu seinen besonderen Eigenschaften zählen Verlässlichkeit und kluge Vielseitigkeit. Heimat und innere Überzeugung bestimmen seinen Wirkungskreis. Der gebürtige und überzeugte Düsseldorfer weiß: Erst mit der Zeitung wird Stadt zur Gemeinschaft. Die Lokalpresse ist für ihn das entscheidende Medium. Der Arbeit der Redaktion räumt er hohen Rang ein. Die Attraktivität der Lokalzeitung beruht für ihn auf der Nähe zum Geschehen.

Sein politisches Zuhause fand Manfred Droste bei den Freien Demokraten. Für sie war er als Ratsherr in das Düsseldorfer Stadtparlament eingezogen. Mit wachem, kritischem Geist begleitet er das politische Wirken um die Fortentwicklung der Stadt. Über die Jahre setzte er sich für einen Zoo in Düsseldorf ein, der als Aquazoo verwirklicht wurde.

Die niveauvolle Belebung der Innenstadt gehört zu seinen Zielen. Droste zählt zu den Wegbereitern der Schadow Arkaden. Sein besonderer Einsatz gilt dem Erhalt denkmalwerter, die Stadt prägender Bausubstanz, zu der er auch den Tausendfüßler zählte. Droste versteht politische Arbeit als Dienst für die Gemeinschaft. Seine Philosophie: "Demokratie ist nicht rücksichtslose Selbstdurchsetzung, sondern Bereitschaft zur Verständigung und Toleranz". Die Redaktion weiß zu würdigen, dass Manfred Droste auch Berichterstattung und Kommentierung akzeptierte, die seiner Meinung nicht entsprach oder gar - wie beim Abriss des Tausendfüßlers - den gegenteiligen Standpunkt vertrat.

Manfred Droste vertritt Überzeugungen engagiert, verbindet sie aber nie mit dem Anspruch, die Wahrheit für sich allein gepachtet zu haben. Er ist ein unterhaltsamer Gesprächspartner, ein begnadeter Redner. Sein Wissen um Geschichte, Kunst und Kultur ist umfassend. Seine Sprüche, zum 85. Geburtstag in einem Büchlein veröffentlicht, zeugen von Humor. Seine Fähigkeit, moderierend zu wirken und zu überzeugen, stärkt Gemeinschaft.

Manfred Droste - Vater von fünf Kindern und Großvater von 14 Enkelkindern - lebt für die Familie. Mit seiner liebenswerten Frau Gisela führt er ein gastliches Haus. Kunst, Literatur, Musik und den Entdeckerfreuden des Reisens gilt seine Zuneigung. Sein Bezug zu kulturellen Werten ist ebenso geschätzt wie sein künstlerischer Sinn. Der Bundespräsident hat ihn ausgezeichnet.

Dem aufrechten Demokraten und streitbaren Verfechter der Pressefreiheit gelten an seinem Geburtstag Glück und Segenswünsche. Die Rheinische Post Mediengruppe dankt ihm für Wegführung und Miteinander, für Verständnis und Weitblick.

(RP)