Entlassungen bis 2020 ausgeschlossen: Zukunftstarifvertrag bei Airbus unterzeichnet

Entlassungen bis 2020 ausgeschlossen : Zukunftstarifvertrag bei Airbus unterzeichnet

Der Flugzeugbauer Airbus und Vertreter von Gewerkschaft sowie Betriebsrat haben einen langfristigen Zukunftstarifvertrag unterzeichnet. Für die rund 16.500 Beschäftigten in den vier deutschen Airbus-Werken schließt das Dokument unter anderem Entlassungen bis 2020 aus, wie beide Seiten mitteilten.

Zudem verpflichtet sich der Konzern dazu, dass Zeitarbeiter und befristet Beschäftigte höchstens 20 Prozent der Belegschaft ausmachen. Ausnahmen darf es nur beim Start neuer Baureihen geben.

Grundlage für die Vereinbarung ist nach Angaben von Airbus und Gewerkschaft IG Metall die Zustimmung der Arbeitnehmerseite zu Produktivitätssteigerungen, die "deutlich" über den bisherigen Airbus-Planungszielen liegen. Es gehe dabei um einen "langfristigen Optimierungsprozess, den die Mitarbeiter wesentlich mitgestalten", teilten sie gemeinsam mit.

Grundzüge des Zukunftstarifvertrags hatten beide Seiten bereits im Oktober 2011 nach jahrelangen, zuletzt auch von Warnstreiks begleiteten Verhandlungen vereinbart. In den Monaten seither wurden die Einzelheiten festgelegt. Vor allem die Ausgestaltung der Produktivitätssteigerungen, die das Unternehmen zur Bedingung für eine Unterzeichnung gemacht hatte, war lange strittig gewesen.

(AFP)
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