Insolvenzverfahren eröffnet Für Galeria gibt es noch zwei Interessenten

Essen · Beim Warenhauskonzern steht die Entscheidung, ob jemand das Unternehmen kauft, kurz bevor. Welche Häuser langfristig eine Überlebenschance haben und welche Kriterien dafür wichtig sind.

 Passanten gehen an einer Filiale von Galeria-Kaufhof in der Kölner Innenstadt vorbei.

Passanten gehen an einer Filiale von Galeria-Kaufhof in der Kölner Innenstadt vorbei.

Foto: picture alliance/dpa/Thomas Banneyer

Die Mitteilung des Amtsgerichts Essen umfasste am Dienstag knappe zwölf Zeilen. Kern der Botschaft: Das Gericht habe „das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet“. Der offizielle Akt nach dem Antrag des Unternehmens, dessen Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus den Forderungen der Gläubiger entgegensieht. Die können das, was sie verlangen, bis zum 14. Mai bei Denkhaus anmelden. Der weitere Zeitplan: Die nicht öffentliche Gläubigerversammlung finde am 28. Mai in der Messe Essen statt, so das Gericht. Dort werde „unter anderem auf der Grundlage eines Berichts des Insolvenzverwalters über den Fortgang des Verfahrens beschlossen“. Diese Gläubigerversammlung müsste dann auch den Verkauf an den sehnlichst erhofften Investor abnicken, der Galeria übernimmt. Oder wenigstens Teile davon. Noch im April will sich Denkhaus mit einem Bieter einigen; schon dann könnte die Grundsatzentscheidung fallen.