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Aufspaltung der Bank: WestLB-Aktienhandel wird bis Juni eingestellt

Aufspaltung der Bank : WestLB-Aktienhandel wird bis Juni eingestellt

Bei der WestLB werden die ersten Schritte auf dem Weg zur Aufspaltung der Bank bis 30. Juni sichtbar. "Der Vorstand hat beschlossen, . . . das Neugeschäft in den Geschäftsbereichen Equity Markets (vor allem Aktienhandel) und Research (unter anderem Markt- und Aktien-Analyse) spätestens bis zum 30. Juni 2012 einzustellen", schreibt WestLB-Chef Dietrich Voigtländer in einem Mitarbeiterbrief, der unserer Redaktion vorliegt.

Betroffen davon sind dem Vernehmen nach etwa 170 Mitarbeiter. Bei denen müssen zunächst Stellenprofile erstellt und Weiterbeschäftungsmöglichkeiten ausgelotet werden, ehe feststeht, welchen Beschäftigten die Bank ein Angebot zum freiwilligen Ausscheiden macht. Bis Jahresende sind betriebsbedingte Kündigungen bei der Bank noch ausgeschlossen.

Für die Kunden im Aktienhandel und im Research bedeutet Voigtländers Ankündigung indes nicht, dass die Geschäftsbeziehungen quasi über Nacht enden. "Wir planen einen geordneten Rückbau, der im Dialog mit den Kunden stattfinden wird", sagte ein WestLB-Sprecher auf Anfrage.

"Das ist eine bittere Nachricht für uns alle, aber auch für unsere Kunden", so Voigtländer. Dass jederzeit "ein reibungsloser Bankbetrieb" sichergestellt sein müsse, führe dazu, dass ein Teil der Belegschaft keine Perspektive mehr auf einen dauerhaften Arbeitsplatz habe und gleichzeitig ein anderer Teil unverzichtbar sei, "um den Umbau sowohl zu einer Verbundbank wie auch zu einer SPM-Bank zu gestalten und voranzutreiben".

Die WestLB muss auf Druck der EU-Kommission aufgespalten werden. Nur ein kleiner Teil geht in die neue Verbundbank unter Führung der Sparkassen.

(RP/das/top)