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Werner-Müller-Platz erinnert an den Pionier des Reviers

Zeche Zollverein in Essen : Werner-Müller-Platz erinnert an den Pionier des Reviers

Die Stadt Essen erinnert mit einem Platz an ihren berühmten Sohn. Werner Müller, der vor einem Jahr gestorben war, gab dem Ruhrgebiet eine Perspektive nach dem Bergbau.

Als Werner Müller im Juli 2019 mit nur 73 Jahren starb, würdigte Ministerpräsident Armin Laschet den langjährigen Chef der RAG und früheren Bundeswirtschaftsminister als „herausragenden Unternehmenslenker und Visionär“, der die Zukunft des Ruhrgebiets geprägt habe. Nun erinnert Essen dauerhaft an den Sohn der Stadt: Das Forum vor der Kohlenwäsche auf dem Gelände der Zeche Zollverein heißt von nun an Werner-Müller-Platz.

Das Areal um die schönste Zeche der Welt sei ein Ort des Wandels, „hier ist nicht Schicht im Schacht, das ist auch das Verdienst von Werner Müller“, sagte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen zur Einweihung des Platzes. „Noch viele Generationen nach ihm werden von seinem Lebenswerk profitieren“, ist Bernd Tönjes, Nachfolger von Müller als Chef der RAG-Stiftung, überzeugt. Auch in 100 Jahren werde man sich an ihn erinnern, wenn man an diesen Ort komme.

Müller hatte das Drehbuch für den sozialverträglichen Ausstieg aus dem Steinkohle-Bergbau geschrieben und mit der RAG-Stiftung eine Einrichtung geschaffen, die für die Ewigkeitslasten aufkommt. „Dieser Platz steht symbolisch für unsere großartige Bergbautradition und den stetigen Wandel unserer Region. Diesen Wandel hat Werner Müller zeitlebens vorangetrieben“, sagte Christian Kullmann, Evonik-Chef und über Jahre Müllers rechte Hand.

(anh)