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Weltbild Verlag: Hälfte der Filialen auf dem Prüfstand

Schließung von 60 Läden "absehbar" : Hälfte der Filialen von Weltbild auf dem Prüfstand

Nach der Insolvenz des Weltbild-Verlags steht einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge die Hälfte der Filialen auf dem Prüfstand. Bei mindestens 60 Filialen sei die Schließung "absehbar", weitere 40 Standorte stünden "unter Beobachtung", berichtete das Magazin am Freitag vorab unter Berufung auf das Unternehmensumfeld.

Bei den 40 Filialen unter Beobachtung würden Faktoren wie Zugeständnisse bei den Mieten und die Wettbewerbsintensität am jeweiligen Standort über Schließung oder vorläufigen Weiterbetrieb entscheiden. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wollte sich gegenüber dem Blatt zu Details nicht äußern.

Der Weltbild-Verlag hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet, nachdem die katholischen Gesellschafter - darunter zwölf Bistümer - kein weiteres Geld für die Sanierung des nach Amazon zweitgrößten deutschen Online-Buchhändlers geben wollten.

Vor wenigen Tagen teilten Weltbild und die Verlegerfamilie Hugendubel dann ihre bis dahin in der Holding Deutsche Buch Handels GmbH (DBH) gebündelten Filialen auf. Hugendubel führt nun seine eigenen 77 Geschäfte sowie die Weltbild-Läden in den Karstadt-Häusern.

(AFP)