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Behörden geben grünes Licht: Weg für Telekom-MetroPCS-Fusion ist frei

Behörden geben grünes Licht : Weg für Telekom-MetroPCS-Fusion ist frei

Die US-Behörden haben der Deutschen Telekom grünes Licht für die Fusion ihrer US-Tochter mit MetroPCS gegeben. Sie habe die letzte erforderliche Genehmigung der US-Behörden erhalten, teilte die Telekom am Donnerstag mit.

Nach Zustimmung der Kommunikationsaufsicht FCC und des US-Justizministeriums habe am Donnerstag auch der Ausschuss der US-Regierung für Investitionen von Ausländern in den USA (CFIUS) als zuständige Sicherheitsbehörde seine Zustimmung erklärt. Vor zwei Wochen hatte bereits das US-Kartellamt das Vorhaben genehmigt.

Nun steht die Fusion vor der letzten Hürde: Die Aktionäre von MetroPCS müssen noch "Ja" zu der Firmenhochzeit sagen. Die außerordentliche Hauptversammlung ist für den 12. April geplant. MetroPCS ist die fünftgrößte Mobilfunkfirma der USA, die Telekom-Tochter rangiert auf Platz vier. Zusammen kämen die beiden Anbieter auf etwa 42 Millionen Handy-Kunden. Die Telekom soll drei Viertel der Anteile an dem neuen Unternehmen halten. Die bisherigen MetroPCS-Aktionäre bekommen den Rest sowie 1,5 Milliarden Dollar in bar.

Im vergangenen Jahr hatten die amerikanischen Wettbewerbshüter der Tochter des Bonner Konzerns noch die Genehmigung für einen Verkauf von T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar an den Telekomriesen AT&T verweigert.
Auch die jetzt geplante Fusion ist umstritten: Zuletzt regte sich bei mehreren Anteilseignern Widerstand gegen das Zusammengehen. So kündigte der größte Aktionär von MetroPCS, die Investmentfirma Paulson & Co, an, sich gegen das Vorhaben auszusprechen. Die derzeitigen Bedingungen für MetroPCS seien nachteilig, hieß es.

(REU/felt)