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Warren Buffett steigt wegen Preisverfall bei ExxonMobil aus

Signal vom Starinvestor : Ölpreis-Absturz: Warren Buffett steigt bei Exxon aus

Wegen des Preisverfalls zieht Investorenlegende Warren Buffett sein Geld aus dem Geschäft mit Öl zurück. Seit dem Sommer haben sich die Preise mehr als halbiert.

Seine Investmentfirma Berkshire Hathaway hielt Ende Dezember keine Anteile mehr an den großen US-Ölunternehmen Exxon Mobil und ConocoPhillips, wie eine Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Dienstag zeigt.

Ende September war Berkshire noch mit rund 41 Millionen Aktien im Wert von etwa 3,7 Milliarden Dollar (3,2 Mrd Euro) an Exxon beteiligt und hatte 471 994 Anteilsscheine von ConocoPhillips im Portfolio.

Beide Unternehmen hatten wegen des Ölpreisverfalls - seit Sommer haben sich die Preise mehr als halbiert - zuletzt kräftige Abstriche beim Gewinn machen müssen. Exxon Mobil ist der größte börsennotierte Ölkonzern weltweit. ConocoPhillips ist die drittgrößte US-Ölfirma, agiert aber vor allem als Dienstleister bei der Förderung.

Berkshire hat sich aus dem Energiesektor nicht komplett zurückgezogen. Buffetts Holding war zuletzt beispielsweise noch an dem Unternehmen National Oilwell Varco beteiligt. Der Anteil am Erneuerbare-Energien-Spezialisten Suncor wurde aufgestockt.

Am Mittwoch sanken die Ölpreise erneut. Händler erklärten den Rückgang mit der Aussicht auf ein neues Rekordhoch bei den Ölreserven in den USA. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 62,15 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel um 33 Cent auf 53,20 Dollar.

Experten rechnen mit einem Anstieg der US-Ölreserven um drei Millionen Barrel. Zuletzt hatten die Lagerbestände an Rohöl in der größten Volkswirtschaft der Welt bei fast 418 Millionen Barrel ein neues Rekordhoch erreicht. Die offiziellen Daten der amerikanischen Regierung werden am Donnerstag veröffentlicht. Ein massiver Anstieg der Ölförderung in den USA dank des Schieferölbooms hatte die Preise seit dem vergangenen Sommer auf Talfahrt geschickt. Erst Anfang Februar hatten die Notierungen zu einer Erholung angesetzt.

(dpa)