Nach Warnstreik-Ende Bahnverkehr läuft wieder weitgehend stabil

Berlin · Nach dem Ende des Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer läuft der Bahnverkehr in Deutschland wieder weitgehend stabil. Für das restliche Wochenende müssen sich Fahrgäste allerdings auf volle Züge einstellen.

Verspätung wegen Bahnstreik: Das sind Ihre Rechte
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Verspätung wegen Bahnstreik – das sind Ihre Rechte

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Foto: dpa, rwe htf

„Die Züge fahren wieder nach Fahrplan“, sagte ein Bahnsprecher am Samstagmittag in Berlin. Bereits seit dem frühen Morgen rollt der Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr wieder.

Für das restliche Wochenende müssen sich Fahrgäste allerdings auf volle Züge einstellen. Die Bahn empfiehlt, sich weiterhin über die eigenen Verbindungen vor Fahrtantritt zu informieren.

Im Güterverkehr wirkt der Arbeitskampf noch nach. „Wegen des Warnstreiks der GDL konnten mehr als 1200 Güterzüge am Freitag nicht fahren“, sagte der Bahnsprecher. Es sei aber gelungen, durch vorzeitiges Abstellen von Güterzügen nun, nach dem Streik, „rasch wieder anzufahren“.

Man rolle wieder mit Vollast, „damit alle Kundinnen und Kunden des Güterverkehrs zeitnah bedient und Lieferengpässe vor der Weihnachtszeit verhindert werden“, fügte er hinzu. Aufgrund des Schneechaos in Bayern hatten sich schon zu Beginn des Warnstreiks mehr als 150 Güterzüge gestaut.

Für 24 Stunden im Personenverkehr und 28 Stunden im Güterverkehr hatte die GDL im laufenden Tarifstreit mit der Deutschen Bahn zum Warnstreik aufgerufen. Bis Freitagabend um 22.00 Uhr stand ein Großteil des Fern- und Regionalverkehrs in Deutschland still.

Lediglich jeder fünfte ICE und IC war unterwegs. Im Güterverkehr hatte der Warnstreik am Donnerstag vier Stunden früher begonnen. Die Bahn stellte kurzfristig einen Notfahrplan auf, regional gab es dabei große Unterschiede im Bahnangebot.

Bestreikt wurde auch das Eisenbahnunternehmen Transdev. Hier befindet sich die GDL ebenfalls in der Tarifauseinandersetzung. Beide Verhandlungen hat Gewerkschaftschef Claus Weselsky bereits für gescheitert erklärt. Wann es mit Gesprächen weitergeht, ist offen.

Bis zum 7. Januar hat Weselsky weitere Warnstreiks ausgeschlossen. Danach sollten die Arbeitskämpfe aber länger und intensiver werden, sagte er zuletzt. Derzeit lässt die GDL per Urabstimmung ihre Mitglieder über unbefristete Streiks abstimmen. Das Ergebnis wird für den 19. Dezember erwartet.

(zim/dpa)
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