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Waffengeschäft brummt: Rheinmetall rechnet 2019 mit noch besseren Geschäften

Waffengeschäft brummt : Rheinmetall rechnet 2019 mit noch besseren Geschäften

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern befindet sich weiter im Höhenflug. In diesem Jahr rechnet Rheinmetall mit einem Umsatzplus von bis zu elf Prozent. Wegen des Exportstopps nach Saudi-Arabien will das Unternehmen den Bund zur Kasse bitten.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will seinen Höhenflug beim Verkauf von Militärgütern in diesem Jahr fortsetzen. Man rechne mit einem Umsatzplus 2019 von neun bis elf Prozent in der Verteidigungssparte, sagte Konzernchef Armin Papperger am Mittwoch in Düsseldorf.

Damit würde sich das ohnehin schon brummende Geschäft noch verbessern - im vergangenen Jahr hatte die Sparte ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro verbuchen können. Zudem soll der Bereich noch profitabler werden als bisher. Papperger begründete die Entwicklung mit weltweit steigenden Rüstungsausgaben. Rheinmetall stellt unter anderem Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her.

Wegen des Exportstopps von Militärgütern nach Saudi-Arabien will der Rüstungskonzern derweil den Bund zur Kasse bitten. Man habe eine Lieferung von 120 Militärlastwagen mit Anhängern wie vom Bund gefordert vorerst zurückgehalten.

Rheinmetall könnte schon jetzt liefern, weil die Exportgenehmigung bereits erteilt worden sei, sagte Papperger. Dies werde man aber nicht tun, schließlich wolle man im Einvernehmen mit Berlin vorgehen. Allerdings müsse die Bundesregierung bald entscheiden, ob die bereits erteilte und bis zum Herbst gültige Exportgenehmigung entzogen werde oder nicht. „Sie kann nicht sagen, wir entscheiden gar nichts“, sagte Papperger.

Wird die Genehmigung entzogen, würde Entschädigung eingefordert, stellte Papperger klar - dafür müsse man noch nicht mal klagen. So eine Zahlung sehe das Kriegswaffenkontrollgesetz bei Lieferungen vor, deren Ausfuhr bereits genehmigt sei und die dann doch noch gestoppt würden. Der Auftrag ist den Angaben zufolge 136 Millionen Euro schwer, nur zehn der 120 Lkw wurden bereits geliefert. Die Saudis seien sehr zufrieden mit den Fahrzeugen, es gebe Potenzial für weitere Geschäfte über die 120 Lkw hinaus, sagte Papperger.

Längst nicht so gut wie im Rüstungsgeschäft läuft es für Rheinmetall in der Autozulieferer-Sparte, die 2018 um 2,4 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro zulegte. Wegen der sich abkühlenden Autokonjunktur rechnet Rheinmetall dort im Gesamtjahr 2019 aber mit einem „Null-Wachstum“, der Umsatz wird sich der Prognose zufolge zwischen null und einem Prozent plus entwickeln.

Rheinmetall hat weltweit rund 25.000 Mitarbeiter, fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Etwa die Hälfte ist im Ausland - dieser Anteil blieb unverändert.

(cpas/dpa)