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VW-Abgas-Skandal: In USA weiter offen - Einigung in Kanada

VW-Abgas-Skandal : Weiter Ringen um den 3,0-Liter-Diesel

Im US-Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte hofft Volkswagen auf einen Durchbruch bei einer entscheidenden Gerichtsanhörung. In Kanada konnte mittlerweile eine Einigung erzielt werden.

Am Dienstag (20.00 Uhr MEZ) soll es darum gehen, wie illegale Abgastechnik in Zehntausenden Dieselwagen mit 3,0-Liter-Motoren beseitigt werden kann.

Die Angelegenheit entwickelt sich allerdings zur Hängepartie. Der Termin war bereits von Freitag auf Montag verschoben worden und wurde dann erneut vertagt. Eigentlich hatte die Anhörung bereits am 30.
November stattfinden sollen.

VW steht unter Zeitdruck, eine Einigung mit den US-Umweltbehörden für einen Plan zur Umrüstung oder zum Rückkauf der rund 80 000 betroffenen Fahrzeuge zu finden. Bei etwa 475 000 Dieselautos mit 2,0-Liter-Motoren hatte der Autobauer bereits einen vom Gericht genehmigten Vergleich mit US-Klägern erzielt.

VW hat in Kanada einen milliardenschweren Vergleich in der Dieselaffäre ausgehandelt. VW und seine Konzerntochter Audi sollen für die Beilegung eines Rechtsstreits um manipulierte Abgastests bis zu 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,5 Mrd Euro) an kanadische Autokäufer zahlen, wie die Wettbewerbsbehörde des Landes am Montag in Ottawa mitteilte.

Das Geld ist für den Rückkauf und Entschädigungszahlungen für rund 105 000 Autos mit 2,0-Liter-Dieselmotoren gedacht. Der Vergleich muss noch von einem Gericht bestätigt werden. Zusätzlich sollen VW und Audi 15 Millionen kanadische Dollar Buße zahlen.

Wie in den USA muss der Konzern für die größeren Diesel mit 3 Liter Hubraum eine separate Lösung suchen. In den USA hatte VW bei den kleineren Motoren einem Vergleich zugestimmt, der den Konzern bis zu 16,5 Milliarden US-Dollar kosten könnte.

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(dpa)