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Vorwürfe gegen Chiquita wegen Menschenrechtsverletzungen

Angeblich "Säuberungen" in Auftrag gegeben : Vorwürfe gegen Chiquita wegen Verletzung von Menschenrechten

In Kolumbien wirft die Generalstaatsanwaltschaft einer Tochterfirma des US-Bananen-Konzerns Chiquita Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

Laut Berichten des Senders "Radio Santa Fe" stuft die Behörde die Finanzierung paramilitärischer Gruppen zwischen 1996 und 2004 durch das Unternehmen jetzt so ein und stellt die Vorwürfe damit auf eine neue rechtliche Grundlage.

Nach Erkenntnissen von Menschenrechtsorganisationen hatte Chiquita Paramilitärs beauftragt, die Bananenanbaugebiete Kolumbiens von Einheiten der linksgerichteten Guerilla-Organisation Farc zu säubern. Dabei sei es auch zu massenhaften Morden an der Zivilbevölkerung gekommen.

Mehr als 4.000 Kolumbianer haben bisher erfolglos versucht, in den USA höhere Schadensersatzzahlungen des Unternehmens Chiquita Brands International einzuklagen. Die US-Justiz betrachtete sich aber als nicht zuständig. Das Unternehmen aus Cincinnati hatte Vorwürfe bereits Jahre zuvor bestätigt und bisher 25 Millionen US-Dollar Entschädigung gezahlt.

(maxk/KNA)