Volkswagen ruft 410.000 Autos zurück

Fehlerhafte Gurtschlosshalterungen: Volkswagen ruft 410.000 Autos zurück

Volkswagen hat den weltweiten Rückruf von 410.000 Autos wegen fehlerhafter Gurtschlosshalterungen angekündigt.

Bei den betroffenen Fahrzeugen könne es in seltenen Fällen dazu kommen, dass bei einer voll besetzten Rückbank "das Schloss des äußeren linken Sitzes unbeabsichtigt aufspringt", teilte VW in einer Pressemitteilung mit. Darin rät der Autobauer seinen Kunden, bis zur Behebung des Fehlers den Mittelsitz auf der Rückbank nicht zu benutzen.

Bei den betroffenen Modellen handele es sich um 219.700 VW Polos aus dem aktuellen Modelljahr sowie um 191.000 Seat Ibiza und Arona, sagte ein VW-Sprecher der AFP. Die Kunden würden in den kommenden Wochen per Post verständigt. Aufmerksam geworden sei Volkswagen auf das Problem durch einen Test in einem finnischen Automagazin, erklärte der Sprecher. Dem Unternehmen sei "kein Unfall bekannt", in dem das Schloss aufgesprungen sei.

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Die Rückrufaktion beendet eine Woche der schlechten Nachrichten für VW. Am Dienstag hatte die Volkswagen-Tochter Audi die Auslieferung der Modelle A6 und A7 gestoppt, weil es "Auffälligkeiten" bei einer systematischen Überprüfung von Dieselmotoren gefunden hatte. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ermittelt wegen einer weiteren Betrugssoftware.

Am selben Tag berichtete die "Bild"-Zeitung, dass Volkswagen-Chef Herbert Diess bei der US-Justiz über seinen Vorgänger Martin Winterkorn ausgesagt habe. Winterkorn soll wegen des Abgasbetrugs im Konzern in den USA der Prozess gemacht werden.

(wer/AFP)
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