Vodafone braucht vier Milliarden für Unitymedia-Übernahme

Mobilfunk-Fusion : Vodafone braucht vier Milliarden für Unitymedia-Übernahme

Vodafone beschafft sich am Kapitalmarkt Geld für die Übernahme von Unitymedia. Dabei haben die EU-Wettbewerbshüter den Deal noch gar nicht abgesegnet.

Vodafone will sich für die Finanzierung seiner geplanten Übernahme der Kabelnetze von Liberty Global vier Milliarden Euro am Kapitalmarkt verschaffen. Dafür sollen in Aktien wandelbare Wertpapiere im Wert von rund 4 Milliarden Euro verkauft werden, wie das Unternehmen am Dienstag in London erklärte. Vodafone will die Kabelnetze von Liberty Global, die in Deutschland unter dem Namen Unitymedia tätig sind, auch in Ungarn, Tschechien und Rumänien für insgesamt 18,4 Milliarden Euro übernehmen. Die Konkurrenten Deutsche Telekom und Telefonica Deutschland sehen die Fusion kritisch.

Die Vodafone Group plant demnach, die Pflichtwandelanleihen in zwei Tranchen zu verkaufen und am Ende der Laufzeit in zwei und drei Jahren zurückzukaufen. Der Erlös soll zur teilweisen Finanzierung der Liberty-Global-Sparten verwendet werden. Allerdings haben auch die EU-Wettbewerbshüter ihre Bedenken gegen den milliardenschweren Deal angemeldet. Eine Entscheidung aus Brüssel wird in den kommenden Wochen erwartet.

(kron/dpa)
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