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Verdi verzichtet vorerst auf weitere Awo-Streiks in NRW

Erzieherinnen und Pflegekräfte : Verdi verzichtet vorerst auf weitere Awo-Streiks

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gönnt der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in NRW eine Ruhepause. Bis zu der Verhandlungsrunde am 12. Februar soll es keine weiteren Warnstreikaktionen geben. Ganz gebannt ist die Streikgefahr allerdings nicht.

Das sagte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer unserer Redaktion. Die Gewerkschaft hatte in den Tarifverhandlungen für die 65.000 Beschäftigten der Awo vor einer Woche zahlreiche Erzieherinnen in den Ausstand gerufen, um so den Druck vor der zweiten Verhandlungsrunde zu erhöhen. Die Verhandlungen liefen dann allerdings enttäuschend. Verdi erklärte im Anschluss, man sei keinen Schritt weiter gekommen.

Dennoch will die Gewerkschaft Cremer zufolge vorerst auf weitere Aktionen verzichten. „Wir warten das Treffen am 12. Februar ab. Sollten die Arbeitgeber dann kein zufriedenstellendes Angebot machen, werden wir unsere Mitglieder am 18. Februar zu einem deutlich ausgeweiteten Warnstreik aufrufen.“

Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von zehn Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten für die 65.000 Beschäftigten des Wohlfahrtsträgers. Die Awo NRW hat dagegen sieben Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten geboten.

Die Awo betreibt in Nordrhein-Westfalen rund 3000 Einrichtungen, darunter 729 Kitas, 490 Offene Ganztagsschulen (OGS) und 132 Seniorenzentren.

Cremer erklärte, man habe mit den Aktionen Ende Januar „einen Warnschuss“ in Richtung Awo abgeben wollen. „Die Arbeitgeber haben es nun in der Hand, mit einem vernünftigen Angebot weitere Warnstreiks noch abzuwenden.“

Neben dem 12. Februar ist bereits ein dritter Termin für Verhandlungen angesetzt. Beide Seiten treffen am 6. und 7. März zusammen.