US-Justizministerium: Gegenwind für Bayer bei Monsanto-Kauf

US-Justizministerium: Gegenwind für Bayer bei Monsanto-Kauf

Bayer muss einem Agenturbericht zufolge mit Problemen beim Kauf des US-Saatgutherstellers Monsanto rechnen. Das US-Justizministerium verlange, dass Bayer sich von mehr Firmenteilen trenne als bislang geplant.

Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Damit sollten Bedenken der Aufsichtsbehörden zerstreut werden. Die Verhandlungen seien bislang konstruktiv und liefen weiter. Es könne noch Monate dauern, bis die Regierung in Washington eine Entscheidung treffe.

Um die Genehmigung der Aufseher zu erhalten, hat Bayer sich dazu verpflichtet, nahezu sein gesamtes Geschäft mit Saatgut und Pflanzeneigenschaften abzugeben. China hat die 62,5 Milliarden Dollar schwere Übernahme bereits genehmigt. Insidern zufolge steht auch die EU-Kommission davor, grünes Licht zugeben, die Prüfung läuft noch bis zum 5. April.

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Bereits Anfang März hatte Bayer einen möglichen Verkauf der Gemüsesaatgut-Aktivitäten an den Konkurrenten BASF angekündigt. Mit diesem Schritt hofft Bayer auch die EU-Kommission zu überzeugen, die Bedenken wegen des Monsanto-Kaufs hat.

Die EU hat eine Prüffrist bis Anfang April festgesetzt. Auch das US-Justizministerium könnte laut eines früheren Medienberichts bis Anfang April eine Entscheidung treffen.

(felt)