Nicht funktionierende Sauerstoffmasken? US-Behörde ordnet Inspektionen an mehr als 2600 Boeing-Maschinen an

Washington · Der US-Flugzeugbauer Boeing stand zuletzt unter anderem wegen mehrerer Sicherheitsmängel in der Kritik. Jetzt hat die Flugaufsichtsbehörde in den USA eine Überprüfung wegen möglicher Probleme mit den Sauerstoffmasken angeordnet.

Anfang Januar war bei einer Boeing-Maschine während eines Fluges ein Rumpfteil herausgebrochen. Die Maschine musste notlanden.

Anfang Januar war bei einer Boeing-Maschine während eines Fluges ein Rumpfteil herausgebrochen. Die Maschine musste notlanden.

Foto: AP/Elizabeth Le

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hat Inspektionen in mehr als 2600 Boeing-737-Maschinen angeordnet. Grund dafür sind mögliche Probleme mit der Sauerstoffversorgung im Notfall. Die Fluggesellschaften müssen innerhalb von 120 bis 150 Tagen überprüfen, ob sich die Sauerstoffgeneratoren, die über Schläuche mit den Sauerstoffmasken verbunden sind, an den korrekten Stellen befinden, wie die FAA am Montag mitteilte.

Die Behörde ist ihren Angaben zufolge besorgt, dass die Sauerstoffmasken im Notfall nicht funktionieren könnten. Boeing steht bereits seit Monaten wegen Vorwürfen von Sicherheitsmängeln an seinen Flugzeugen in den USA unter starkem Druck.

Laut der FAA wurden die Inspektionen zu den möglichen Sauerstoffproblemen in 2612 in den USA registrierten Maschinen der Typen 737-8, -9, -8200, -700, -800 und -900ER vorgeschrieben. Betroffen sind also Modelle sowohl älterer als auch neuer Generationen.

Seit Jahresbeginn hatten mehrere technische Pannen bei Boeing-Maschinen für Verunsicherung gesorgt. Im Januar brach bei einer Boeing 737 MAX 9 der Alaska Airlines während des Fluges ein Teil der Kabinenwand heraus, die Maschine musste notlanden. Die FAA begrenzte daraufhin die Produktion der 737 MAX auf 38 pro Monat und damit auf das Niveau von 2023.

Neben den technischen Pannen wurde der Druck auf Boeing in den vergangenen Monaten auch durch Berichte von mehreren Informanten über Mängel in der Produktion sowie Qualitätskontrolle erhöht.

(rowi/AFP)