Untergang der "Estonia": Meyer Werft muss keinen Schadensersatz zahlen

Größte Schiffskatastrophe seit der „Titanic“ : Untergang der „Estonia“ – Meyer Werft muss keinen Schadensersatz zahlen

25 Jahre nach dem Unglück mit über 800 Toten hat ein Gericht bei Paris die Schadensersatzklagen abgewiesen. Der Untergang der Fähre gilt als größtes Schiffsunglück seit der „Titanic“.

Fast 25 Jahre nach dem Untergang der Ostseefähre "Estonia" mit 852 Toten hat ein Gericht die deutsche Meyer Werft entlastet: Die Richter in Nanterre bei Paris wiesen am Freitag Schadenersatzklagen gegen die Werft in Millionenhöhe ab. Auch eine Schuld der französischen Schiffs-Prüfgesellschaft Bureau Veritas lässt sich demnach nicht nachweisen. Die mehr als tausend Kläger - darunter Überlebende und Hinterbliebene der Opfer - hatten mehr als 40 Millionen Euro verlangt.

Der Untergang der "Estonia" gilt als die größte zivile Schiffskatastrophe seit dem Untergang der "Titanic". Die Fähre war im September 1994 auf der Fahrt von der estnischen Hauptstadt Tallinn nach Stockholm bei stürmischer See gesunken. Eine Untersuchung ergab Konstruktionsmängel an der Bugklappe, die bei dem Unglück abriss. Die Meyer Werft und die Schiffsprüfer hatten eine Verantwortung bestritten.

(anst/AFP)
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