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Milliardenverlust für Düsseldorfer Konzern Uniper will Zahlungen für russisches Gas umstellen

Düsseldorf · Der Stopp von Nord Stream 2 beschert Uniper einen Milliarden-Verlust. Der Düsseldorfer Versorger will nun seine Zahlungen für Gas umstellen, um Russlands Forderungen zu erfüllen, ohne westliche Sanktionen zu unterlaufen. Ein kurzfristiger Verzicht auf russisches Gas sei nicht möglich.

 Die Uniper-Zentrale in Düsseldorf.

Die Uniper-Zentrale in Düsseldorf.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Der Düsseldorfer Versorger Uniper ist der größte deutsche Kunde des russischen Gazprom-Konzerns – und beruhigt: „Wir erwarten keine unmittelbaren Auswirkungen der Lieferstopps nach Polen und Bulgarien auf die Lieferungen nach Deutschland“, sagte die Uniper-Sprecherin. Es sei auch zu berücksichtigen, dass Polen schon vor Jahren die Entscheidung getroffen habe, russische Gaslieferungen in diesem Jahr auslaufen zu lassen. Wie andere Unternehmen sucht Uniper nun nach einem Weg, seine Zahlungen an Gazprom umzustellen, um Russlands Forderungen zu erfüllen, ohne die Sanktionen zu unterlaufen: „Wir halten eine mit Sanktionsrecht konforme Zahlungsumstellung für möglich. Es ist vorgesehen, dass wir unsere Zahlung in Euro auf eine Konto in Russland leisten“, so die Sprecherin weiter.