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Umsatz bricht wegen Corona ein: BMW will Schutzmasken herstellen

Produktionsstopp bis 30. April : BMW prüft Herstellung von Schutzmasken

BMW prüfe aktuell, ob die Produktion medizinischer Schutzmasken möglich sei, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zudem verlängert BMW den Produktionsstopp.

Darüber hinaus werde gemeinsam mit Lieferanten weltweit „an der kurzfristigen Beschaffung von notwendigen Atemschutzmasken und weiterer medizinischer Ausrüstung“ gearbeitet; schon jetzt werde entsprechendes Material „an soziale und öffentliche Einrichtungen“ gespendet.

Außerdem stellt BMW den Mitarbeitern solcher Einrichtungen nach eigenen Angaben Fahrzeuge bereit. Das Ziel sei, „die Mobilität von Helfern und Berufstätigen im Gesundheitssektor zu ermöglichen“.

BMW hat zudem den Produktionsstopp in seinen Werken in Europa und Nordamerika bis zum 30. April verlängert. Wegen der Corona-Pandemie sei „mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage auf den weltweiten Automobilmärkten“ zu rechnen, teilte BMW am Montag in München mit. Weil die Autohäuser geschlossen seien, „wird es noch länger dauern, bis die Märkte sich wieder erholen“.

BMW hatte seine Werke in Europa, Südafrika und Mexiko bereits Mitte März herunterfahren, das Werk Spartanburg in den USA folgte Ende März. In diesen Werken werde im April kein Auto und kein Motorrad gebaut, sagte ein Sprecher. Am größten BMW-Standort Shenyang in China laufen die Bänder seit Mitte Februar wieder.

In Deutschland sind rund 20 000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit. Mehrere tausend Mitarbeiter nutzten den Produktionsstopp aber für Umbauten in den Werken, teilte der Konzern mit. In München und Dingolfing werden die Bänder für den Anlauf der Elektroautos i4 und iNext im kommenden Jahr vorbereitet. In Landshut und Wackersdorf läuft die Komponentenfertigung weiter. Das Motorenwerk im österreichischen Steyr, das Motoren auch für China baut, soll nach derzeitigem Plan bereits am 18. April wieder in Betrieb gehen.

Der Absatz des Münchner Autokonzerns ist wegen des Coronavirus eingebrochen: Gut 477.000 Autos lieferte BMW von Januar bis März weltweit aus, ein Rückgang um knapp 21 Prozent zum Vorjahreszeitraum. In Deutschland sind demnach derzeit alle Geschäftsräume der BMW-Autohändler geschlossen, in ganz Europa sind es 80 Prozent, in den USA rund 70 Prozent.

(anst/AFP)