Im Alter von 75 Jahren : Frühere Eon-Chef Ulrich Hartmann ist tot

Der langjährige Vorstands- und Aufsichtsrats-Chef von Eon starb heute im Alter von 75 Jahren, wie der Energiekonzern mitteilte.

"Ulrich Hartmann war einer der bedeutendsten deutschen und europäischen Unternehmensführer.
Mit ihm verliert nicht nur Eon einen Menschen, der mit Weitblick, Mut und Können viel bewegt und geschaffen hat", sagte Eon-Aufsichtsrats-Chef Werner Wenning. "Wir trauern um Ulrich Hartmann, der wie kein anderer die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens geprägt hat."

Ulrich Hartmann hatte 1973 als Justitiar seine Karriere beim Eon-Vorgänger-Unternehmen Veba begonnen. 1989 wurde er Finanzvorstand, von 1993 bis 2003 war er Vorstands-Chef des Versorgers.

Er machte aus dem Gemischtwarenladen durch zahlreiche Ver- und Zukäufe einen reinen Energiekonzern. Insbesondere fusionierte Hartmann Veba und Viag zum Eon-Konzern. Gegen viele Widerstände übernahm Eon unter seiner Regie die Ruhrgas. Von 2003 bis 2011 führte Hartmann den Eon-Aufsichtsrat.

Hartmann war zugleich ein großer Kunstfreund. Er initiierte die Zusammenarbeit von Eon mit der Stadt Düsseldorf beim Neubau des Museums Kunstpalast am Ehrenhof.

Hartmann starb nach langer Krankheit. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

(anh)