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Tuifly: In Düsseldorf und Köln/Bonn werden 24 Flüge gestrichen

Flugausfälle bei Tuifly : In Düsseldorf und Köln/Bonn werden 24 Flüge gestrichen

Die Fluggesellschaft Tuifly hat wie angekündigt am Samstag nahezu alle Abflüge in Deutschland gestrichen. An den Flughäfen Köln-Bonn und Düsseldorf sollten insgesamt 24 Ankünfte und Abflüge ausfallen. Deutschlandweit sind es 118.

Grund sind die Krankmeldungen der Tuifly-Flugzeugbesatzungen. Viele Crew-Mitglieder hatten sich krankgemeldet, nachdem bekannt geworden war, dass Tuifly in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden soll. In Düsseldorf waren neun Tuifly-Starts geplant, die alle gestrichen wurden. Die acht geplanten Landungen würden aber stattfinden, um die Urlauber nach Hause zu holen.

Am Flughafen Köln-Bonn wurden alle drei geplanten Tuifly-Starts annulliert. Eine von drei Ankünften fiel ebenfalls aus. In Köln-Bonn ist auch Air Berlin von den Krankmeldungen der Tuifly-Flugzeugbesatzungen betroffen, da ein Teil der Tui-Flotte samt Crew für die Berliner fliegt. Fünf der geplanten 16 Abflüge fallen aus sowie sechs der geplanten 16 Ankünfte. In Düsseldorf wurde kein Air Berlin-Flug annulliert.

Insgesamt seien deutschlandweit 118 Flüge gestrichen worden, sagte ein Sprecher der Airline. Sie versuchten aber, mit gecharterten Maschinen Gäste aus Urlaubsgebieten zurückzuholen. Wie viele das sein werden, sei noch unklar. Tuifly arbeite "mit Hochdruck daran, ab Sonntag wieder ihr komplettes Flugprogramm anzubieten", erklärte die Fluggesellschaft. Voraussichtlich würden 115 Flüge starten. Voraussetzung dafür ist aber, dass sich viele Crews wieder zum Dienst melden.

Nachdem bekannt geworden war, dass Tuifly in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden soll, hatten sich viele Besatzungen krank gemeldet. Arbeitnehmervertreter befürchteten Job-Verluste und kritisierten zu unkonkrete Angaben. Am Freitagabend lenkte der Tui-Konzern ein und kam den Forderungen der Arbeitnehmer mit einer mindestens dreijährigen Standort- und Tarifgarantie entgegen. Zudem wurde eine Entscheidung über die geplante Neuordnung auf Mitte November verschoben, um mehr Zeit für die Suche nach gangbaren Alternativvorschlägen zu geben.

(dpa/jeku)