Von 53 Versorgern getragen Stadtwerke-Kooperation Trianel steigert Gewinn

Aachen · Vor allem mit dem Handel von Strom und Gas und der Entwicklung von Wind- und Sonnenstrom-Projekten hat Trianel 2023 so viel Geld verdient wie noch nie. Auch für 2024 ist das Management zuversichtlich.

Alle Rotoren der 32 Windkraftanlagen im Trianel Windpark Borkum II drehen sich und liefern Ökostrom für rund 200.000 Haushalte pro Jahr. (Archivfoto)

Alle Rotoren der 32 Windkraftanlagen im Trianel Windpark Borkum II drehen sich und liefern Ökostrom für rund 200.000 Haushalte pro Jahr. (Archivfoto)

Foto: Trianel GmbH/TWBII/Matthias Ibeler

Das von 53 Stadtwerken getragene Energieunternehmen Trianel hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr erneut kräftig gesteigert. Der Vorsteuergewinn stieg 2023 um über 49 Prozent auf 99 Millionen Euro, wie Trianel am Montag in Aachen mitteilte. Hauptgründe dafür seien ein sehr erfolgreiches Energiehandelsgeschäft, die erfolgreiche Entwicklung von Wind- und Sonnenstrom-Projekten und eine hohe Nachfrage nach Dienstleistungen, hieß es. Unterm Strich blieben fast 69 Millionen Euro übrig, die zu 90 Prozent an die Gesellschafter ausgeschüttet werden sollen.

In das Jahr 2024 sei man „gut gestartet“, hieß es weiter. Die Ertrags- und Liquiditätslage sei weiterhin sehr solide. Man sei zuversichtlich, auch 2024 das langfristige Planziel in Höhe von jährlich 20 bis 30 Millionen Euro vor Steuern zu übertreffen.

Trianel handelt mit Strom und Gas, entwickelt Erneuerbaren-Projekte und vermarktet Strom aus erneuerbaren und konventionellen Erzeugungsanlagen für Stadtwerke und Industriekunden. Zu diesen Anlagen zählen etwa ein Gaskraftwerk in Hamm, ein Kohlekraftwerk in Lünen und zwei Windparks in der Nordsee vor Borkum. Ende 2023 beschäftigte das 1999 gegründete Unternehmen 385 Menschen, 46 mehr als ein Jahr zuvor.

Die größten Trianel-Anteilseigner sind die Stadtwerke Bochum (14 Prozent), die Stadtwerke Aachen (12 Prozent), die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung und Gelsenwasser (beide jeweils 7,5 Prozent) und die Rhönenergie Fulda (7,4 Prozent). Beteiligt sind auch Unternehmen aus weiteren Bundesländern und den Niederlanden.

(albu/dpa)