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Mittal-Arcelor-Fusion: ThyssenKrupp will nicht auf Dofasco verzichten

Mittal-Arcelor-Fusion : ThyssenKrupp will nicht auf Dofasco verzichten

Düsseldorf (rpo). ThyssenKrupp besteht darauf, dem Stahlriesen Mittal den kanadischen Stahlhersteller Dofasco abzukaufen. Mittal hatte das für den Fall einer Übernahme von Arcelor zusagt. Nun ist strittig, ob Mittal den Konzern abtreten muss, obwohl das Unternehmen nur 43 Prozent an Arcelor übernommen hat.

Man gehe davon aus, dass Mittal seine bindende Verpflichtung einhalte, Dofasco nach der Übernahme von Arcelor an sie weiterzuverkaufen, erklärte ThyssenKrupp am Montag. Dazu ist Mittal offenbar aber nur verpflichtet, wenn Arcelor mehrheitlich übernommen wird. Nach der Fusionsvereinbarung zwischen Mittal und Arcelor vom Sonntagabend erhält die indische Unternehmerfamilie Mittal jedoch nur 43 Prozent der Anteile an dem neuen, weltgrößten Stahlkonzern Arcelor-Mittal.

ThyssenKrupp selbst bestätigte, dass sich Mittal verpflichtet habe, Dofasco im Falle einer "Kontroll-Übernahme" von Arcelor weiterzuverkaufen. Der Luxemburger Stahlriese hatte am Sonntagabend bekräftigt, Dofasco nicht verkaufen zu wollen. Arcelor hatte Dofasco im Januar für 3,95 Milliarden Euro nach einem wochenlangen Bietergefecht mit ThyssenKrupp übernommen. Im Zuge der Übernahmeschlacht gegen Mittal hatte Arcelor die Dofasco-Beteiligung in eine Stiftung überführt, um sie vor dem Stahl-Weltmarktführere,p,rdeu,t in Sicherheit zu bringen.

Die Nachricht von der Einigung zwischen Mittal und Arcelor verhalfen der ThyssenKrupp-Aktie am Montagmorgen zu einem Kursplus von 2,52 Prozent, die Äußerungen zu Dofasco dämpften aber die Euphorie. Zwischenzeitlich rutschte das Papier bis auf ein Minus von 0,39 Prozent ab, danach erholte sich die ThyssenKrupp-Aktie aber wieder leicht und notierte Montagmittag bei 25,82 Euro, einem Plus von 0,08 Prozent.

(afp)