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Höhere Dividende: ThyssenKrupp mit Rekordergebnis

Höhere Dividende : ThyssenKrupp mit Rekordergebnis

Essen (rpo). Wie von Experten erwartet, konnte der Stahlkonzern ThyssenKrupp im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/2005 Umsatz und Ergebnis steigern. Das gab der Konzern am Donnerstag in Essen bekannt. Aktionäre können sich freuen, die Dividende soll erhöht werden. Die geplante Übernahme des kanadischen Stahlherstellers Dofasco bezeichnet der Konzern als wichtigen Schritt in die Zukunft.

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat im Geschäftsjahr 2004/2005 erwartungsgemäß Umsatz und Ergebnis gesteigert. Wie der Konzern am Donnerstag in Essen mitteilte, wuchs das Vorsteuerergebnis von Oktober 2004 bis September 2005 von 1,48 Milliarden Euro auf 1,84 Milliarden Euro. Thyssen Krupp sprach vom "besten Ergebnis der Konzerngeschichte". Der Umsatz sei gleichzeitig um 13 Prozent auf 42,1 Milliarden Euro gestiegen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern allerdings einen Ergebnisrückgang. ThyssenKrupp sei bei einem schwieriger gewordenen Umfeld ins neue Geschäftsjahr gestartet, betonte Vorstandschef Ekkehard Schulz.

Die konjunkturellen Risiken hätten sich besonders durch die Entwicklung auf den Energiemärkten erhöht. Das Ziel beim Ergebnis vor Steuern liege bei dennoch rund 1,5 Milliarden Euro, zeigte sich Schulz zuversichtlich. Der Umsatz solle im Geschäftsjahr 2005/2006 etwa 43 Milliarden Euro erreichen.

Die Aktionäre sollen am Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres mit einer von 60 auf 70 Cent erhöhten Dividende beteiligt werden, teilte der Konzern weiter mit. Hinzu komme eine Sonderausschüttung von 10 Cent pro Aktie. Die Gesamtdividende steige damit auf 80 Cent.

Der Konzern bekräftigte die angestrebte Übernahme des größten kanadischen Stahlherstellers Dofasco als wichtigen Schritt für weiteres internationales Wachstum. Der deutsche Stahlriese hatte zu Wochenbeginn überraschend ein Übernahmeangebot von 3,5 Milliarden Euro für den größten kanadischen Stahlhersteller vorgelegt. Die bisherige Nummer Zehn der Branche will damit zum weltweit sechstgrößten Stahlproduzenten aufsteigen.

Unterdessen berichtet "Die Welt", dass der Bieterkampf zwischen ThyssenKrupp und dem französischen Konkurrenten Arcelor unter anderen Aspekten verlaufe als bisher bekannt. Noch am Montag hatte Schulz betont, ThyssenKrupp sei von Dofasco gebeten worden, als so genannter Weißer Ritter mit einem freundlichen Angebot eine Übernahme durch Arcelor zu verhindern.

Nach Informationen der Zeitung wollte Arcelor aber mit seiner feindlichen Übernahmeofferte die laufenden Verhandlungen zwischen ThyssenKrupp und Dofasco torpedieren und so eine Übernahme verhindern.

(afp)