Essener Stahlriese: Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger wirft das Handtuch

Essener Stahlriese : Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger wirft das Handtuch

Heinrich Hiesinger beugt sich dem Druck großer Investoren wie Cevian. Im Aufsichtsrat hatten zuvor drei Investoren nicht für seinen Tata-Deal gestimmt.

Thyssenkrupp kommt nicht zur Ruhe: Nun wirft der Vorstandschef hin. Heinrich Hiesinger habe den Aufsichtsrat um Gespräche gebeten, die zur Auflösung seines Mandats führen sollen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Essen mit. Am Freitag werde der Aufsichtsrat über das Gesuch beraten, hieß es weiter in der Pressemitteilung des Dax-Konzerns. Gründe für das Ansinnen Hiesingers nannte Thyssenkrupp zunächst keine. Der Aktienkurs von Thyssenkrupp reagierte in einer ersten Reaktion positiv. Das Papier legte zu.

In der Thyssenkrupp-Aufsichtsratssitzung am vergangenen Freitag sollen gleich drei  Vertreter der Kapitalseite nicht für die Stahlfusions-Pläne von Heinrich Hiesinger gestimmt haben: Carola Gräfin von Schmettow, Chefin der Bank HSBC Deutschland, soll sich enthalten haben, wie unsere Redaktion aus Konzernkreisen erfuhr. René Obermann, Ex-Telekom-Chef, soll wie der schwedische Investor Cevian gegen Hiesingers Pläne gestimmt haben.

Nächste Woche wollte Hiesinger eigentlich seine Pläne für den Restkonzern vorstellen.

(anh)